Penzes rückt nach berlin auf: füchse schöpfen aus dem tiefen liga-brunnen

Mitten im Transferwirrwarr der Handball-Frauen ziehen die Füchse Berlin den nächsten Coup: Laura Penzes wechselt vom BSV Sachsen Zwickau an die Spree und unterschreibt für zwei Jahre. Die 26-jährige Kreisläuferin bringt nicht nur 1,78 m Körpergröße, sondern auch den Aufstiegs-Spirit des vergangenen Jahres mit – und genau das haben die Hauptstädterinnen bestellt.

Susann müller lobt „angreiferin mit abwehr-nightmare-qualität“

„Laura hat unsere Abwehr in der vergangenen Saison regelmäßig zerlegt“, sagt Trainerin Susann Müller. „Jetzt zieht sie das rot-weiße Trikot über, und wir wissen, warum: Sie trifft, leitet, lenkt – und will trotzdem noch besser werden.“ Die gebürtige Ungarin debütierte in Debrecen, schaffte mit Union Halle-Neustadt 2024 den Aufstieg in die Bundesliga und avancierte in Zwickau zum Gegner-Angstgegner. 74 Treffer, 38 Assists – Statistiken, die Managerin Britta Lorenz auf dem Schirm hatte.

Lorenz’ Verdikt: „Wir haben auf der Mitte nach einem Spielmacherinnen-Typ gesucht, der nicht nur wirft, sondern denkt. Penzes tickt wie ein Computer, läuft wie ein Uhrwerk.“ Die Verpflichtung ist Teil einer Sommer-Offensive, die die Füchse nach Platz fünf noch höher schieben soll. Budget? Stillschweigen. Ablöse? „Unter drei Shirt-Sponsoren-Deals“, lacht Lorenz. Die Botschaft steht: Berlin will 2025 angreifen – und nicht nur in der Hauptstadt.

Ungarische schule trifft berliner schnauze

Ungarische schule trifft berliner schnauze

Penzes selbst fliegt am Wochenende ein, um „jeden Quadratmeter der Spreehalle kennenzulernen“. Ihr Ziel klingt ungarisch-rational: „Mehr Titel als Sprüche.“ Dahinter steckt ein Plan: Die Füchse haben mit Schweden-Talent Klara Bengtsson schon eine Linksaußen verpflichtet, Nationaltorhüterin Dinah Eckerle soll den Kasten sichern. Penzes ist das Bindeglied, das den Rückraum entlastet und die Gegner zwingt, sich für zwei Kreise gleichzeitig zu öffnen.

Der Trainingsauftakt ist am 15. Juli. Dann wird sichtbar, ob die Mischung aus Bundesliga-Erfahrung und Aufstiegs-Adrenalin funktioniert. Fest steht: Wer Penzes unterschätzt, kassiert schneller als ihm lieb ist. Und in Berlin tickt jetzt eine Uhr, die nicht nur die Zeit misst, sondern auch die Gegner zerlegt.