Pedersen: steile formkurve deutet auf überraschung bei paris-roubaix hin!

Mads Pedersen, der Däne, der im vergangenen Jahr knapp am Podest von Paris-Roubaix scheiterte, scheint trotz eines holprigen Saisonstarts eine beeindruckende Aufholjagd hinzulegen. Eurosport-Experte Jens Voigt glaubt, dass der Lidl-Trek-Sprinter in der "Hölle des Nordens" wieder eine Schlüsselrolle spielen könnte – und diesmal vielleicht sogar ein Platz auf dem Treppodest erreichen wird.

Die bittere pille des saisonstarts

Der Beginn der Saison verlief für Pedersen alles andere als ideal. Ein Sturz in der Valencia-Rundfahrt kostete ihn nicht nur das linke Handgelenk und das rechte Schlüsselbein, sondern auch wertvolle Wettkampfpraxis. Doch der 30-Jährige bewies eindrucksvoll seinen Kampfgeist, indem er bereits kurz darauf bei Mailand-Sanremo einen starken vierten Platz belegte. Ein klares Signal, dass er trotz der Verletzungen nicht aufgibt.

Bei der Flandern-Rundfahrt, wo er letztendlich als Fünfter ins Ziel kam, machte Pedersen deutlich, dass ihm die Ausfälle noch immer zu spüren geben. "Sie waren einfach schneller als ich“, gab er zu. „Aber es fehlt mir eben noch etwas, genau in solchen Momenten. Das hat sich heute wieder gezeigt.“

Voigt: „mads hat eine unglaubliche formkurve“

Voigt: „mads hat eine unglaubliche formkurve“

Trotz des Rückschlags zeigt Pedersen eine bemerkenswerte Entwicklung. Jens Voigt, ehemaliger Tour-Etappensieger, ist beeindruckt: „Mads hat eine unglaublich steile Formkurve.“ Er betont, dass Pedersen auch ohne absolute Topform andere Fahrer übertrifft, die eine ideale Vorbereitung hatten. Die Konstanz des Dänen in Roubaix in den letzten Jahren – Platz vier, drei und drei – spricht für seine Fähigkeiten auf diesem anspruchsvollen Pflasterkurs.

Die Absage von Remco Evenepoel für Paris-Roubaix könnte Pedersen in die Karten spielen. Voigt weist darauf hin, dass das Rennen für Überraschungen immer gut ist: „Roubaix ist Roubaix. Da kann immer Drama geben.“ Ein Sturz oder Defekt kann auch die Favoriten aus dem Rennen werfen, und Pedersen könnte dann von dieser Situation profitieren, um um die vorderen Plätze zu kämpfen.

Denn eines ist klar: Pedersen hat den Glauben an seine eigenen Fähigkeiten nicht verloren. „Wenn ich nicht glauben würde, dass es für den Sieg reicht, würde ich das Rennen daheim auf dem Sofa verfolgen“, erklärte er mit einem Augenzwinkern. Das zeigt, dass der Däne mit Selbstvertrauen und Entschlossenheit an den Start gehen wird – und bereit ist, um jede Gelegenheit zu kämpfen, die sich bietet. Die "Königin der Klassiker" verspricht ein spannendes Rennen, und Mads Pedersen ist definitiv ein Fahrer, den man im Auge behalten sollte.