Pechino express: matsch, tränen und ein schmäh, der eskaliert
238 km zwischen Hafen und Wasserfall, aber die Strecke war nur Nebenschauplatz. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag explodierte bei Sky Uno die zweite Etappe von „Pechino Express 2026“ – und mitten im indonesischen Dschungel ging es nicht ums Gewinnen, sondern ums Gesicht wahren.
Matschprüfung wird zur gender-schlacht
Knietief im Schlamm von Tumpak Sewu klappte Chanel Totti die Hände vor die Hüften. Ihr Partner Filippo Laurino schleuderte ihr vor laufender Kamera den Vorwurf an, „erste Frau“ zu spielen – ein Seitenhieb, der sofort zurückschlug. „Mach keine Wortspiele, wir hungern seit Stunden“, konterte Totti, während die Kameradrohne über ihnen kreiste. Zwei Minuten später lagen sich beide in den Armen, aber der Clip war schon im Netz – und dort bleibt er.
Die Mutter-Tochter-Formation Gaia De Laurentiis und Agnese Catalani lieferten sich parallel ein Erbfolge-Drama. „Du lenkst mich wie ein SUV ohne Servo“, schrie die 24-Jährige, worauf die 52-jährige Regisseurin-Tochter die Tränen nicht mehr zurückhielt. Produktion schaltete Nachtsicht ein – Zuschauer konnten mithören, wie Agnese flüsterte: „Ich will nicht, dass man mich nur als Gaia sieht.“

Rapper blockieren lift – albiceleste erklärt slur als liebesbeweis
Die eigentliche Bombe zündete aber bei Kilometer 173. Candelaria Solorzano von den argentinischen Albiceleste rief ihrem Team zu: „¡Vamos, hijo de …!“ – ein Schwur, den die beiden deutschen Rapper sofort als Beleidigung auffassten. Konsequenz: Sie verweigerten der Gegnerin einen Seilzug über einen Fluss. Statt mitzunehmen, ließen sie die Südamerikanerinnen drei Minuten stehen, bis diese umständlich umgingen.
Später versuchte Solorzano im Interview zu erklären, der Ausdruck sei „Lieblingssatz meiner Großmutter“. Die Rapper konterten mit einem Statement auf Instagram: „Respekt ist keine Frage der Sprache, sondern der Lautstärke.“ Die Produktion prüft derzeit, ob ein Regelverlag vorliegt – eine Disqualifikation wäre nicht ausgeschlossen.

Ex-kandidaten schlagen zurück – charity als trumpf
Währenddessen bauten die Ex ihr Image auf. Die zuvor ausgeschiedenen Paare packten in einem Flüchtlingsdorf Schulbänke aus und verteilten 200 Wasserfilter – alles mit Kameras dokumentiert. Als Belohnung durften sie das am Ende der Etappe Letzte Platzierende herausfordern. Die Entscheidung fiel erst um 2:17 Uhr MESZ: Die Raccomandati flogen raus, müssen nun im Duell um den Verbleib zittern.
Die Quote legte gegen Vorwoche um 12 % zu – 682 000 Zuschauer verfolgten die Folge live. Social-Media-Analysten zählten 47 000 Erwähnungen innerhalb von zwei Stunden, Hashtag #MatschGate trendete auf Platz eins in Italien.
Am Horizont lauert schon Etappe drei: 310 km durch Vulkanlandschaft, Start Sonntag um 21.15 Uhr. Wer die Enerriegel vergessen hat, wird erneut hungern – und wer die Worte nicht auf die Waage legt, fliegt. Die Regie hat jedenfalls schon jetzt den Auftrag: noch mehr Dreck, noch mehr Wahrheit.
