Partizan zittert, olympiakos glüht – bonga rettet rest-hoffnung
Die letzten 20 Minuten in Belgrad waren kein Basketball, das war eine Kampfansage. Partizan drehte einen 9-Punkte-Rückstand gegen Dubai, schraubte die Verteidigung auf Playoff-Niveau und zog mit 88:74 davon – Isaac Bonga war dabei nicht nur dabei, er war der Katalysator.
Carlik jones zieht, bonga liefert die zweite welle
Der 1,85-Meter-Point Guard warf 23 Punkte, doch erst als Bonga in der 25. Minute einen Tap-in, einen Steal und einen Corner-Dreier in 67 Sekunden servierte, kippte die Stimmung in der Štark Arena. Von 38:47 wurde es 57:54 – und Partizan sah wieder aus wie ein Team, das diesen Wettbewerb einmal gewann. Die 14 Punkte und fünf Rebounds des deutschen Flügelspielers liest sich bescheiden, doch seine Plus/Minus von +18 verrät, warum Trainer Željko Obradović ihn in den letzten 18 Minuten nicht rausnahm.
Die Serben haben jetzt 10 Siege, zwei weniger als Platz 8. Die Mathematik ist knapp, die Realität brutal: Sie müssen alle restlichen fünf Spiele gewinnen und gleichzeitig auf Patzer von Anadolu Efes und Baskonia hoffen. Aber sie leben. Und sie haben Bonga, der seit drei Partien 45 % von jenseits der Bögen trifft – nachdem er in den ersten 15 Spielen nur 27 % versenkte.

Olympiakos zerlegt fener mit 104 punkten – fournier wird zur feuerkugel
Während Partizan noch rechnet, schickt Olympiakos ein Machtsignal. 104:87 gegen Fenerbahce – das erste Mal in dieser Saison, dass die Türken dreistellig kassieren. Evan Fournier war nicht heiß, er war lavasch. 36 Punkte bei 7/9 Dreiern, dazu ein Spielzug, den die Griechen «El Diablo» nennen: Fournier lockt Guduric auf die Hilfe, passt in die Ecke, Sasha Vezenkov trifft – und die Piräus-Kulisse kocht. Vezenkov kam nach seiner Handverletzung auf 24 Punkte, Fener blieb bei 0/11 aus dem Corner – ein Desaster, das Trainer Sarica mit dem Satz kommentierte: «Wir haben die 100 Punkte-Marke zur Halbzeit versprochen – leider nur defensiv.»
Die Serie: acht Heimsiege in Folge. Der Effekt: Olympiakos springt auf Platz 3, zwei Spiele vor Fener, das plötzlich unter Druck steht. Die Botschaft: Wer in Piräus gewinnen will, braucht mehr als Talent – er braucht eine Brandwand.

Hapoel lässt paris im letzten viertel verdursten
In Tel Aviv war es lange ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, dann kam das vierte Viertel. Hapoel erlaubt nur 13 Punkte, Paris trifft 3/17, und Antonio Blakeney verwandelt die Pause in einen Dunking-Wettbewerb. 93:82 – Hapoel hat jetzt 13 Siege, nur einen weniger als Platz 6. Der Vorsprung auf Paris: vier Siege. Die Postseason rückt in Sichtweite, und Trainer Stefanos Dedas weiß: «Wir haben gelernt, dass Spiele in der Regular Season nicht im dritten Viertel gewonnen werden, sondern in den letzten fünf Minuten.»
Die Tabelle ist jetzt ein Spiegel der Nerven: Wer zittert, rutscht. Wer trifft, träumt. Und wer wie Partizan noch atmet, der flüstert: «Ein Wunder ist nur ein Sieg, der sich wiederholt.»
