Partey-drama: ghana kämpft vor gericht um wm-einsatz!

Ein Schock für die ghanaische Nationalmannschaft: Mittelfeldstar Thomas Partey droht das WM-Spiel gegen Panama zu verpassen, da ihm die Einreise nach Kanada verweigert wurde. Nun zieht Ghana vor ein kanadisches Gericht, um eine einstweilige Verfügung zu erwirken – ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Die vorwürfe und ihre folgen

Die Verwicklungen um Partey sind komplex. Der Spieler des FC Villarreal steht seit Juli 2025 in London im Visier der Strafverfolgungsbehörden, die ihn mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung beschuldigen. Partey bestreitet die Anschuldigungen vehement. Diese Vorwürfe, die auf Ereignisse zwischen 2021 und 2022 zurückgehen, als er noch für den FC Arsenal spielte, haben nun zu der kanadischen Einreiseverweigerung geführt. Die ghanaische Regierung reagiert mit Entsetzen und spricht von einer „willkürlichen und extrem unfairen“ Entscheidung.

Der ghanaische Außenminister Sam Okudzeto Ablakwa bezeichnete die Entscheidung als inakzeptabel und betonte die Bedeutung Parteys für die Nationalmannschaft. Accra hat offiziell Protest eingelegt und eine Überprüfung der Entscheidung gefordert. Eine Stellungnahme des kanadischen Außenministeriums steht noch aus. Die Anhörung vor dem Bundesgericht in Kanada ist für Dienstagmorgen angesetzt.

Ein wettlauf gegen die zeit

Ein wettlauf gegen die zeit

Die ghanaische Regierung setzt alles daran, Partey rechtzeitig für das Spiel gegen Panama am Donnerstag (1:00 Uhr MEZ, MagentaTV) freizubekommen. Eine einstweilige Verfügung könnte den Spieler in die Lage versetzen, doch noch am Platz zu stehen. Die Atmosphäre im ghanaischen Team ist angespannt. Die Spieler, die sich bereits in Washington D.C. aufgehalten und anschließend in Rhode Island ins Trainingslager gezogen hatten, bangen um ihren Schlüsselspieler.

Die kommenden Gruppenspiele gegen England (23. Juni) und Kroatien (27. Juni), die in den USA stattfinden, sollten von den rechtlichen Auseinandersetzungen unberührt bleiben – sofern Partey bis dahin eine Aufenthaltsgenehmigung erhält. Die Situation wirft ein scharfes Licht auf die komplexen rechtlichen und sportlichen Herausforderungen, mit denen ghanaische Spieler konfrontiert sind, und zeigt, wie schnell eine vielversprechende WM-Teilnahme durch äußere Umstände gefährdet werden kann.

Die Verfolgung der Vorwürfe in Großbritannien, die sich auf mutmaßliche Straftaten zwischen 2021 und 2022 beziehen, hat bereits im Februar zu weiteren Anklagen wegen zweifacher Vergewaltigung geführt, wobei Partey erneut seine Unschuld beteuert hat. Die Verfolgung dieser Fälle hat nun direkte Auswirkungen auf seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft.

Die Entscheidung des kanadischen Gerichts wird nicht nur über den kurzfristigen Einsatz von Partey entscheiden, sondern auch ein politisches Signal senden, das die Beziehungen zwischen Ghana und Kanada beeinflussen könnte. Die ghanaische Regierung hat die Dringlichkeit der Situation betont und versucht, durch juristischen Druck eine schnelle und positive Lösung zu erreichen. Die Welt blickt gespannt auf die Entwicklungen in Kanada.