Parma-talent circati: von perth zum wm-traum in oakland!
Ein Name, der in der Fußballwelt immer mehr Aufmerksamkeit erregt: Alessandro Circati. Der 21-jährige Verteidiger von Parma, aufgewachsen in Perth, Australien, steht kurz vor seinem WM-Debüt für die australische Nationalmannschaft. Seine Geschichte ist alles andere als geradlinig – ein Mix aus Surfbrett, Cricket, Rugby und einer überraschenden Wendung über Leicester City.
Die australische seele im italienischen fußballer
Circati, der in Fidenza geboren wurde, fühlte sich schon früh zur australischen Identität hingezogen. „Ich bin in Italien geboren, aber ich habe mich immer als Australier gefühlt“, gesteht er in einem exklusiven Interview. Sein Vater, ein ehemaliger Fußballprofi, gab ihm den Rat, seinem Herzen zu folgen, und so landete Circati in den Vereinigten Staaten, um bei der Weltmeisterschaft für Australien zu spielen. Die Entscheidung für Australien war folglich klar: „Wenn man sich australisch fühlt, sollte man auch für Australien spielen“, so der Youngster.

Von der surfbrett-ag zum bundesliga-kandidaten
Seine Kindheit in Perth war geprägt von einer Vielfalt an Aktivitäten: Surfen, Cricket, Rugby, Schnorcheln, Baumklettern – ein echtes Outdoor-Paradies. Und dann waren da noch die unzähligen Rugby-Spiele im Garten mit Freunden, die oft mit schmerzhaften Preisen endeten. „Ich war auch ein Draufgänger“, schmunzelt Circati, der sich an Sprünge von zwei Metern hohen Mauern mit seiner BMX erinnert. Doch das Fußballfieber war stärker. Seine Liebe zum Fußball begann früh, und schon mit sechs Jahren verkündete er, der Beste der Welt zu werden – eine Behauptung, die ihm die Menschen in Perth noch immer nachsagen.

Ein unerwarteter weg über parma
Der Wechsel nach Parma war alles andere als geplant. Nachdem ein Transfer zu Leicester City aufgrund der Brexit- und Covid-Regeln geplatzt war, kehrte Circati kurzzeitig nach Fidenza zurück, um seine Großeltern zu besuchen. Ein glücklicher Zufall, denn sein Vater kontaktierte Parma, und Circati durfte dort trainieren. „Es war Schicksal, aber ich glaube auch an harte Arbeit und Opfer“, betont Circati.

Buffons einfluss und die wm-ambitionen
Ein wichtiger Mentor in seiner Entwicklung war Gigi Buffon. „Er war wie ein Vater für mich“, sagt Circati. Buffon gab ihm Ratschläge, empfahl ihm Videos zur Verbesserung seiner Technik und ermutigte ihn, sich an die Spielweise von Bonucci, Barzagli und Chiellini zu orientieren. Nun steht Circati kurz vor seinem WM-Debüt. „Wir wollen uns das Spiel abringen. Es kann alles passieren. Unsere Stärke liegt in der Einheit – wir sind ein Team aus Spielern mit unterschiedlichen Hintergründen und Kulturen“, so Circati.
Die australische Mannschaft, bei der rund 50 % der Spieler im Ausland geboren wurden, blickt optimistisch in die Zukunft. Und Alessandro Circati, der Junge aus Perth, der einst Surfbrett und Cricket bevorzugte, ist bereit, seinen Traum von der Weltmeisterschaft zu leben.
