Parker übernimmt: basketball-ikone jetzt auch trainer bei asvel!

Lyon – Tony Parker, der legendäre Point Guard und viermalige NBA-Champion, hat die Basketballwelt erneut überrascht. Nach seiner bereits etablierten Rolle als Präsident und Mehrheitsgesellschafter von ASVEL Lyon-Villeurbanne übernimmt er jetzt zusätzlich das Traineramt beim französischen EuroLeague-Klub. Ein Schachzug, der die Ambitionen des Vereins auf europäischer Ebene neu definieren soll.

Ein mann, viele aufgaben: parkers ambitioniertes projekt

Ein mann, viele aufgaben: parkers ambitioniertes projekt

Die Nachricht, dass Parker die Trainerbank übernimmt, kam nicht völlig überraschend. Bereits seit seinem Einstieg 2014 als Investor verfolgte der frühere Star der San Antonio Spurs eine Vision, ASVEL zu einem europäischen Schwergewicht zu formen. Die kürzlich erfolgte Kapitalerhöhung von 20 Millionen Euro durch neue Investoren unterstreicht diesen Anspruch zusätzlich. Doch der Weg war nicht immer glatt. Im Oktober 2023 scheiterte die Verpflichtung von Gordon Herbert, dem damaligen Bundestrainer, an dessen Doppelbeschäftigung. Stattdessen übernahm Gianmarco Pozzecco das Ruder, dessen Engagement jedoch 2024 von Pierric Poupet abgelöst wurde.

Parker zeigt nun, dass er nicht nur Geld investiert, sondern auch persönlich in den Erfolg des Klubs eingreift. Seine Entscheidung geht weit über die bloße Übernahme einer neuen Rolle hinaus. Es ist ein klares Bekenntnis zur Mannschaft und ein Zeichen des Willens, die europäische Spitze anzugreifen. Die Frage ist, ob ein Mann, der gleichzeitig Präsident, Besitzer und Trainer ist, die Balance halten und das Team effektiv führen kann.

Die Verantwortlichen von ASVEL sind jedoch zuversichtlich. „Wir sind überzeugt, dass Tony Parker mit seiner Erfahrung und seinem Know-how den entscheidenden Impuls geben wird, um unsere Ziele zu erreichen“, so eine Stellungnahme des Vereins. Ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist, wird die kommende Saison zeigen. Die Fans von ASVEL dürfen sich auf eine spannende und ungewöhnliche Entwicklung freuen, denn Tony Parker will nicht nur die Fäden ziehen, sondern auch selbst auf dem Spielfeld präsent sein – wenn auch nur in der Rolle des Trainers.