Paralympische flamme entzündet: aufbruch nach italien für die winterspiele

Die flamme der hoffnung brennt: paralympische winterspiele rücken näher

Zwei Tage nach dem Abschluss der Olympischen Winterspiele ist nun auch die Fackel für die Paralympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo entzündet worden. Ein bedeutsamer Moment, der den Startschuss für ein Sportfest der besonderen Art markiert. Die Flamme, die für Mut, Entschlossenheit und die unglaubliche Leistungsfähigkeit von Athleten mit Behinderung steht, befindet sich bereits auf dem Weg nach Italien.

Symbolischer start in stoke mandeville

Im britischen Stoke Mandeville, dem Ursprungsort der Paralympics, fand die feierliche Zeremonie statt. Hier wurden 1948 erstmals Sportwettkämpfe für Kriegsversehrte ausgetragen. Die viermalige Paralympics-Medaillengewinnerin Millie Knight hatte die Ehre, die Flamme zu entzünden und damit den symbolischen Beginn der Reise zu markieren. Im Beisein von Andrew Parsons, dem Präsidenten des International Paralympic Committee (IPC), wurde die Flamme für ihren weiteren Weg vorbereitet.

Transport nach italien und der beginn des fackellaufs

Transport nach italien und der beginn des fackellaufs

Nach der Entzündung wurde die Flamme vom italienischen Para-Eishockeyspieler Andrea Macri im Flugzeug nach Italien transportiert. Dort startet am Mittwoch der eigentliche Fackellauf. Über eine Strecke von 2.000 Kilometernwerden 501 Läuferinnen und Läufer die Flamme durch das Land tragen, wobei sie in verschiedenen Städten Station machen wird.

Wichtige stationen des fackellaufs

Wichtige stationen des fackellaufs

Der Fackellauf führt unter anderem durch Mailand, Turin, Bozen, Trient und Triest. Auch größere Städte wie Rom, Bari, Neapel und Bologna werden von der Flamme beehrt. Vor dem Erreichen des finalen Ziels sind noch Besuche in Cortina und Venedig geplant. Die Reise endet schließlich in Verona, wo am 6. März die Eröffnungsfeier der Paralympics im historischen Amphitheater stattfinden wird.

Wachstum der paralympischen bewegung

Wachstum der paralympischen bewegung

Im Vergleich zu den ersten offiziellen Paralympischen Winterspielen vor 50 Jahren hat die paralympische Bewegung enorm an Bedeutung gewonnen. Damals nahmen nur 198 Athleten aus zwei Sportarten teil, davon nur 37 Frauen und lediglich 6 Nicht-Europäer. Deutschland stellte mit 32 Teilnehmern die größte Mannschaft und gewann den Medaillenspiegel. Heute werden über 650 Sportlerinnen und Sportler aus rund 50 Nationen in sechs Sportarten und 79 Wettbewerben antreten.

Herausforderungen und kampf für inklusion

Herausforderungen und kampf für inklusion

Trotz des enormen Wachstums gibt es noch Hürden zu überwinden. Hans-Jörg Michels, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), betonte die Notwendigkeit, Barrieren abzubauen und für mehr Teilhabe, Inklusion und Chancengleichheit im Sport zu kämpfen. Die Paralympics bieten dabei eine enorme Strahlkraft, um diese Ziele zu erreichen. Auch die mediale Aufmerksamkeit ist stark gestiegen.

Umstrittene teilnahme russlands und belarus

Umstrittene teilnahme russlands und belarus

Die diesjährigen Spiele werden auch von der umstrittenen Teilnahme von Athleten aus Russland und Belarus überschattet. Trotzdem betont Hans-Jörg Michels, dass es bei den Paralympics vor allem darum geht, gemeinsam Hindernisse zu überwinden. Das deutsche Team, das im ewigen Medaillenspiegel auf Platz eins liegt, soll diese „Strahlkraft des Parasports“ durch herausragende Leistungen entfalten.

Mit Material von SID. Quelle: BR24Sport im Radio 24.02.2026 - 08:54 Uhr