Paralympics 2026: russland kehrt mit athleten unter eigener flagge zurück

Russische athleten bei den paralympics in mailand und cortina d’ampezzo

Die Paralympics 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden eine bedeutende Rückkehr erleben: Russische Athleten dürfen unter ihrer eigenen Flagge an den Winterspielen teilnehmen. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat dem Nationalen Paralympischen Komitee Russlands (RPC) insgesamt sechs Wildcards für die Spiele zugesprochen. Dies wurde auf Anfrage des SID bekannt.

Bipartite plätze und sportarten

Die Quotenplätze wurden in den Disziplinen Ski Alpin, Skilanglauf und Snowboard vergeben, die vom Ski- und Snowboard-Weltverband FIS organisiert werden. Konkret bedeutet das, dass jeweils ein Mann und eine Frau aus Russland in den alpinen Wettbewerben und im Langlauf starten dürfen. Im Snowboard-Bereich wurden sogar zwei Startplätze vergeben.

Rückkehr nach suspendierung

Die überraschende Aufhebung der Suspendierung Russlands durch die IPC-Generalversammlung Ende September des vergangenen Jahres ermöglicht diesen Start unter eigener Flagge. Zuvor waren russische Sportlerinnen und Sportler von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Die Athleten konnten nun wieder Ranglistenpunkte sammeln, nachdem der Internationale Sportgerichtshof (CAS) teilweise Klagen aus Russland und Belarus gegen die FIS stattgegeben hatte.

Bekannte namen im russischen team

Unter den Teilnehmern befindet sich auch der dreimalige Goldmedaillengewinner Alexej Bugaew im Ski Alpin, wie das RPC mitteilte. Die vollständige Liste der russischen Teilnehmer wurde bereits veröffentlicht. Die Rückkehr der russischen Athleten ist ein wichtiges Zeichen für die Wiederaufnahme des internationalen Sportaustauschs.

Auch belarus nimmt teil

Neben Russland erhält auch Belarus mit insgesamt vier Startplätzen eine Vertretung bei den Paralympics 2026. Die Athleten aus beiden Ländern waren Anfang des Jahres in die Weltcups zurückgekehrt. Diese Entwicklung hat in Deutschland zu Kritik vom Deutschen Behindertensportverband geführt.

Situation bei den olympischen spielen

Im Vergleich zu den Olympischen Spielen in Italien, wo Russen und Belarussen lediglich als neutrale Athleten antreten dürfen, haben die Paralympics eine andere Regelung. Diese Unterscheidung spiegelt die unterschiedlichen Bewertungen der Situation durch die jeweiligen Sportverbände wider. Die Entscheidung des IPC ist jedoch nicht unumstritten.

Hintergrund: ausschluss seit 2022

Russland und Belarus waren seit den Winterspielen 2022 in Peking von internationalen Sportveranstaltungen ausgeschlossen. Die nun erfolgte Wiederzulassung ist ein Ergebnis rechtlicher Auseinandersetzungen und politischer Entwicklungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entscheidung auf die weitere Entwicklung des paralympischen Sports auswirken wird.