Papst-besuch: alonso am steuer des papamobils – ein verpasster coup?
Ein waghalsiger Plan, der im Sande verlief: Fernando Alonso, zweifacher Formel-1-Weltmeister, sollte 2011 tatsächlich das Steuer des Papamobils übernehmen und Papst Benedikt XVI. bei der Welttagung der Jugend in Spanien eskortieren. Eine Idee, die hätte für weltweite Schlagzeilen gesorgt, scheiterte jedoch am Einspruch der Sicherheitsbehörden.

Die verrückte idee aus dem organisationsstab
Yago de la Cierva, damals Teil des Organisationskomitees der Welttagung der Jugend und heute Koordinator für den Besuch von Papst Franziskus in Spanien, verriet diese pikante Anekdote. Die Idee, Alonso am Steuer zu sehen, sei bewusst eingebracht worden, um der Veranstaltung zusätzliche internationale Aufmerksamkeit zu verschaffen. “Wir haben ausdrücklich darum gebeten, dass Fernando Alonso den Papamobil fährt”, so de la Cierva.
Die Reaktion der rund 200 Sicherheitsverantwortlichen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. “Sie sind aus allen Wolken gefallen: ‘Auf keinen Fall!’”, erinnert sich de la Cierva. Er versuchte, die Idee zu verteidigen: “Ich habe gesagt, er kann fahren, der Papst ist nicht in Gefahr. Aber sie haben gesagt, es müsse ein Polizist sein.” Dabei war Alonso zu diesem Zeitpunkt noch für Ferrari in der Formel 1 aktiv.
Die Sicherheitsbedenken waren offensichtlich. Auch wenn Alonso ein erfahrener Fahrer ist, entsprach dies offenbar nicht den strikten Sicherheitsrichtlinien für den Papst. Die Vorstellung, einen international gefeierten Rennfahrer hinter dem Steuer des Papamobils zu sehen, war für die Sicherheitsleute schlichtweg unvorstellbar.
De la Cierva betont nun, dass die Organisatoren für den bevorstehenden Besuch von Papst Franziskus offen für innovative und überraschende Ideen sind, um den Besuch des Heiligen Vaters zu begleiten. “Wir werden viele Dinge versuchen, weil es dem Besuch Würze verleiht und viel Sinn ergibt.” Ob sich daraus konkrete Überraschungen ergeben werden, bleibt abzuwarten.
Die Geschichte um Alonso und den Papamobil zeigt, dass selbst die kühnsten Pläne an den starren Strukturen des Protokolls scheitern können. Ein verpasster Coup, der aber zumindest für einige Lacher sorgte und uns daran erinnert, dass auch bei weltbewegenden Ereignissen Raum für skurrile Geschichten ist. Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben jedoch unantastbar – das Wohl des Papstes hat oberste Priorität, selbst wenn es ein paar spektakuläre Ideen aus dem Rennen wirft.
