Pandemie-alarm: welt steht vor nächsten gesundheitskrise!

Die Welt steht am Rande einer neuen globalen Gesundheitskrise, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach den Lehren aus COVID-19, dem Monkeypox-Ausbruch und den jüngsten Hantavirus- und Ebola-Fällen in Zentralafrika zeichnet sich ein düsteres Bild ab: Die derzeitige finanzielle Ausstattung ist unzureichend, um den wachsenden Risiken von Pandemien effektiv zu begegnen.

Die gpmb: investitionen der letzten dekade waren unzureichend

Ein neuer Bericht der Global Pandemic Monitoring Board (GPMB), einem unabhängigen Gremium, das von der WHO und der Weltbank eingerichtet wurde, zeigt, dass die Investitionen der letzten zehn Jahre nicht ausgereicht haben, um die Bedrohung durch Pandemien abzuwenden. Die Auswirkungen von Ebola, COVID-19 und Monkeypox auf Gesundheitssysteme, Volkswirtschaften und Gesellschaften waren verheerend. „In entscheidenden Bereichen, wie dem gleichberechtigten Zugang zu Diagnostik, Impfstoffen und Behandlungen, sind wir zurückgegangen“, so der Bericht.

Die nächste Pandemie könnte eine Welt treffen, die gespaltener, hochverschuldet und weniger widerstandsfähig ist als vor einem Jahrzehnt. Kolinda Grabar-Kitarović, eine der Copräsidentinnen der GPMB, betonte: „Wir verfügen über Lösungen, aber ohne Vertrauen und Gerechtigkeit werden diese nicht diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.“

Ein permanentes überwachungssystem ist unerlässlich

Ein permanentes überwachungssystem ist unerlässlich

Die GPMB fordert die Einrichtung eines permanenten, unabhängigen Überwachungssystems zur Risikobewertung, die Förderung des gleichberechtigten Zugangs zu lebenswichtigen Ressourcen und eine solide Finanzierung. Der Mangel an Vertrauen und die Verschlechterung der internationalen Zusammenarbeit gefährden die Fähigkeit aller Länder, sich gegen zukünftige Pandemien zu schützen. Es geht nicht nur um technische Herausforderungen, sondern um eine Frage des politischen Führungsanspruchs.

Die aktuelle Situation ist alarmierend. Die zunehmende Häufigkeit und Schwere von Krankheitsausbrüchen, kombiniert mit einer geringeren Fähigkeit zur Erholung, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die globale Stabilität dar. Die Welt muss nun handeln, bevor es zu spät ist. Die Bilanz der vergangenen Jahrzehnte zeigt deutlich: Zögerliches Handeln kostet Menschenleben und Milliarden von Euro.