Padovano zerreißt juve-baus: „italiens seele fehlt – tonali wäre das salz in der suppe“

Michele Padovano schlägt mit der Faust auf den Tisch. Die Juventus, seinerzeit seine Trophäen-Maschine, droht zu verrosten. „Keine italienische DNA mehr“, wettert der Ex-Stürmer, der 1996 die Champions League mit den Bianconeri gewann. „Früher kamst du rein, und Cuccureddu, Ferrara, Conte schrien dir ins Gesicht, was diese Jacke bedeutet. Heute gucken dich TikTok-Stars an, die Juve erst aus FIFA kennen.“

Tonali wäre keine option – sondern pflicht

Seine Rezeptur: Sandro Tonali. „Hunger, Biss, Codice. Ein Milanese, der schon im Derby geblutet hat. Den würde ich morgen per Hubschrauber nach Turin zerren.“ Die Zahlen stützen seine These: Seit Februar kassierte die Juve 14 Gegentore in neun Spielen – schlechtester Wert Europas. „Du kannst nicht mit Rabiot allein die Kabine schwingen. Du brauchst Typen, die auch mal das Bier der Tifosi trinken.“

Padovano erinnert sich selbst: „Ich kam mit 29, hatte Pisa-Staub unter den Nägeln. Anconetani sagte: ‚Jetzt wirst du lernen, was Arbeit ist.‘ Heute fehlt diese Schule. Wir haben 22-Jährige, die noch nie einen Abstiegskampf gesehen.“

Spalletti kriegt rückenwind – aber nur bis mai

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Den Coach schont er nicht. „Luciano hat Ideen, keine Frage. Aber er braucht Spieler, die seine Sprache sprechen – und nicht Dolmetscher.“ Die Marschrichtung: zwölf Punkte aus den nächsten vier Partien, sonst droht das Champion-League-Aus. „Bei Roma sah man die Reaktion. Wenn sie aber gegen Como so auflaufen, wird es eng.“

Und Vlahovic? „Dusan muss jetzt liefern, Vertrag hin oder her. 18 Schüsse aufs Tor reichen nicht, wenn keiner am Netz zappelt. Ich erwarte 30 Tore, nicht 18 halbe Chancen.“

Sein Fazit klingt wie ein Seitenhieb in die Geschäftsführung: „Juve war mal ein Club, der sich selbst repariert hat. Heute wird erst der PR-Bericht geschrieben, dann der Spielplan. Fangt bei Tonali an, dann reden wir weiter. Sonst wird der Februar nur der Anfang vom Ende.“