Paderborn stoppt hannover: var-debakel und verpasste chance auf tabellenplatz drei!
Hannover 96 hat im Spitzenspiel gegen den SC Paderborn eine wichtige Chance verpasst, den Rückstand auf die Aufstiegsränge zu verringern. Das 1:1 am Samstagabend, gepaart mit dem überraschenden Sieg der SV Elversberg gegen Karlsruhe, katapultierte die Niedersachsen auf den enttäuschenden vierten Platz. Doch die Niederlage schmeckt bitter, nicht nur wegen des verlorenen Punktes, sondern auch wegen fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen.
Ein gegentor, das mehr als nur ein tor war
Die Partie verlief bis zur 40. Minute in einer taktisch geprägten Gangart. Hannover kontrollierte das Spielgeschehen, ließ aber Chancen ungenutzt. Dann kam es zu einem folgenschweren Fehler in der eigenen Hälfte: Ein unnötiger Ballverlust von Virgil Ghita führte zu einem Eckball für Paderborn. Und hier nahm die Geschichte ihren Lauf. Ruben Müller stand dabei eindeutig im Abseits, doch Schiedsrichter Burda ließ das Spiel weiterlaufen. Der Video-Assistent, der eigentlich bei solchen Situationen eingreifen sollte, blieb untätig. Das Tor für Paderborn war somit nicht nur ein Gegentreffer, sondern auch ein Ausdruck der Inkonstanz der Schiedsrichterarbeit.
Trainer Christian Titz zeigte sich sichtlich frustriert. "Ich weiß, dass wir heute auf einen starken Gegner getroffen sind, der sehr diszipliniert verteidigt hat“, räumte er ein. “Aber so ein Gegentor verändert halt die Statik.“ Tatsächlich schlug der Fehlpass und die strittige Eckballentscheidung eine tiefe Furche in das Selbstvertrauen der Mannschaft.

Nolls frust und die var-regel
Torwart Nahuel Noll war nach dem Spiel außer sich. Ein leichter Stoß von Filip Bilbija hatte ihn im Flug behindert, sodass er die Hereingabe nicht mehr entschärfen konnte. "Offensiv wird es gepfiffen, hier wird es überhaupt nicht gepfiffen. Das ist für mich wirklich eine Frechheit“, wetterte der 23-Jährige. Er bemängelte zudem den Umgang des Referees: „Am Ende konnte er mir auch nicht in die Augen schauen.“ Der Schlussmann hatte Recht: Die Entscheidung war fragwürdig, und die mangelnde Konsequenz bei der Anwendung der VAR-Regeln ist ein Ärgernis für viele Fußballfans.
Die neue Regel, die ab der kommenden Saison den VAR bei der Überprüfung von Eckballentscheidungen einsetzen lässt, kommt zu spät für Hannover. Denn auch wenn der VAR den letzten Ballkontakt prüfen wird, Szenen im unmittelbaren Vorfeld werden weiterhin nicht analysiert. Ein bitteres Detail in einer ohnehin schon schwierigen Situation.
Trainer Titz hatte bereits zur Halbzeit die Entscheidung des Schiedsrichters zur Kenntnis genommen: „Das war gut vom Schiedsrichter – er kam in der Halbzeit und hat gesagt: 'Wir haben es gesehen, es war leider Abseits'.“ Doch der Schaden war bereits angerichtet. Die Diskussion um das zwischenzeitliche 0:1 war damit keineswegs abgeschlossen.

Vier spieltage und eine verpasste chance
Hannover 96 hat nun noch vier Spieltage, um den Rückstand auf Paderborn, der zumindest vorübergehend an der Spitze thront, wettzumachen. Doch die Chancen stehen nicht gut. Die Mannschaft muss nicht nur an ihren eigenen Leistungen arbeiten, sondern auch hoffen, dass die Schiedsrichterentscheidungen in Zukunft fairer ausfallen. Die Tabelle lügt nicht, aber sie erzählt auch nicht die ganze Geschichte. Die verpasste Chance und die fragwürdigen Entscheidungen werden Hannover 96 noch lange begleiten.
