Paderborn: fehlstart im aufstiegskampf – kettemann zeigt deutliche worte!
Ein Schock für die Anhänger des SC Paderborn: Das Team von Trainer Ralf Kettemann hat am Sonntag im Saarland eine deutliche 1:5-Niederlage gegen den SV Elversberg kassiert und damit die komfortable Ausgangslage im Aufstiegsrennen verspielt. Die Leistung war so schwach, dass selbst der sonst diplomatische Kettemann nicht um eine klare Ansage herumkommen.
Die erste halbzeit – ein desaster
Die ersten 45 Minuten waren schlichtweg erschreckend. Nach 41 Minuten stand es bereits 0:4 für Elversberg, ein Ergebnis, das die Paderborner Fans sprachlos machte. „Es war eine beschissene Leistung von uns – 45 Minuten lang einfach schlecht“, gab Kettemann auf der Pressekonferenz unmissverständlich zu. Die Mannschaft wirkte von der ersten Sekunde an eingeschüchtert und zeigte keinerlei Gegenwehr gegen die aggressive Spielweise der Gastgeber.
Kettemann betonte zwar, dass er seinen Spielern keine Vorwürfe mache, „so etwas macht man natürlich nicht mit Absicht“, doch die Enttäuschung über die gezeigte Leistung war ihm deutlich anzusehen. Die Niederlage kommt zur Unzeit, denn Paderborn hatte noch vor drei Spieltagen einen komfortablen Vorsprung auf die Verfolger gehabt.

Verloren geglaubte hoffnung?
Die Frage, was mit der Mannschaft los ist, beschäftigt die Fans und Experten gleichermaßen. Kettemann versuchte, die Situation zu relativieren: „Am Ende sieht man jede Woche, dass Mannschaften einen Tag haben, wo es einfach nicht läuft.“ Er räumte ein, dass es schwer sei, diese Art von Leistung vollständig zu erklären, betonte aber, dass dies eben auch den Reiz des Fußballs ausmache. Die Wahrheit ist jedoch, dass Paderborn in den letzten Spielen immer wieder schwankende Leistungen zeigt.
Die Bilanz gegen die direkten Konkurrenten ist alarmierend: Nur zwei Punkte aus sieben Spielen gegen Top-5-Teams sprechen eine deutliche Sprache. Das Remis gegen Hannover und das Unentschieden gegen Darmstadt in der Hinrunde sind Lichtblicke, die jedoch kaum die jüngsten Misserfolge wettmachen.
Zum bitteren i-Punkt kam die Gelb-Rote Karte für Steffen Tigges kurz vor Schluss, die das Bild des desaströsen Tages noch weiter verkomplizierte. „Ein gebrauchter Tag“, fasste Kettemann trocken zusammen. Die Mannschaft muss sich nun schnell schütteln und bereits am Freitag gegen den KSC zurückschlagen.
Kettemann ließ zudem die Gelegenheit nicht ungenutzt, um Elversbergs Trainer Vincent Wagner mit einem Augenzwinkern zu necken: „Viel Erfolg wünsch' ich euch – nicht. Du weißt warum, kannst es einschätzen.“ Wagner konterte gelassen: „Danke für das Nicht-Glückwünschen, das ist nämlich authentisch.“
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Paderborn aus dieser Demütigung die richtigen Lehren zieht und den Aufstiegszug doch noch wieder aufnehmen kann. Denn eines ist klar: So kann es gegen die Konkurrenz nicht weitergehen.
