O'sullivan distanziert sich: kein kontakt zur 'class of 92'!

Ronnie O'Sullivan, der siebenfache Snooker-Weltmeister, hat im Vorfeld seines Duells gegen John Higgins bei der Snooker-WM deutliche Worte über sein Verhältnis zur sogenannten 'Class of 92' gefunden. Der 'Rocket' räumte ein, keinen engen Kontakt zu seinen einstigen Kollegen Mark Williams und John Higgins zu pflegen – eine Aussage, die für Aufsehen sorgt.

Ein leben abseits der turniere

Ein leben abseits der turniere

O'Sullivan, der am Samstag in der zweiten Runde gegen Higgins antritt, erklärte bei Eurosport, dass er generell wenig Kontakt zu Spielern auf der Snooker-Tour habe. „Ich glaube, Mark und John sind bessere Freunde, als ich es mit ihnen bin“, so der 50-Jährige. Seine Distanz resultiert vor allem daraus, dass er sich während Turnieren nicht in der üblichen Runde aufhalte. „Niemand sieht mich. Ich bin lieber im Fitnessstudio oder gehe joggen oder in nette Restaurants, während viele der Spieler miteinander abhängen.“

Der siebenmalige Weltmeister, der mittlerweile hauptsächlich in Dubai lebt, betonte, dass sein Interesse am Snooker primär beruflicher Natur sei. Er schränkte ein: „Ich möchte nicht über Snooker sprechen. Es langweilt mich, über Ranglisten zu reden oder darüber, was die World Snooker Tour tut.“ Diese Aussage unterstreicht eine zunehmende Professionalisierung und eine klare Trennung zwischen seiner sportlichen Tätigkeit und seinem Privatleben.

Während Higgins im direkten Duell der 'Class of 92' auf seinen alten Rivalen trifft, spielt Mark Williams, das dritte Mitglied des legendären Trios, am Freitag gegen Barry Hawkins. O'Sullivan könnte mit einem weiteren Titel bei der WM (live bei Eurosport und HBO Max) den alleinigen Rekord als erfolgreichster Spieler der Geschichte einstellen und Stephen Hendry übertreffen. Sein souveräner Start in die diesjährige WM, mit einem klaren 10:2-Sieg gegen He Guoqiang und drei Centuries, lässt auf ein ernstzunehmendes Comeback hoffen.

Die Aussage O'Sullivans wirft ein Schlaglicht auf die oft isolierte Existenz professioneller Snookerspieler und verdeutlicht, wie unterschiedlich die Lebensstile und Prioritäten der Top-Athleten sein können. Seine klare Abgrenzung vom traditionellen Snooker-Umfeld unterstreicht seinen einzigartigen Status als einer der größten und umstrittensten Spieler aller Zeiten. Er hat seinen eigenen Weg gefunden, mit dem Druck und den Erwartungen umzugehen, und scheut sich nicht, seine persönliche Wahrheit offen zu kommunizieren.