Österreichs handball-juwelen wollen nordmazedonien zermalmen – wm-ticket in sicht

Am Samstag um 18 Uhr im Bregenzer Raiffeisen Stadion geht’s nicht um Punkte, aber um alles: Selbstvertrauen, Rhythmus, den ersten Schritt Richtung WM-Play-off-Trauma. Iker Romero hat seine 23,9-Jahre-Durchschnitts-Truppe angewiesen, das Testspiel gegen Nordmazedonien wie ein Endspiel zu behandeln – weil es eins ist.

Romero setzt auf tempo statt trauer

Romero setzt auf tempo statt trauer

Frimmel und Miskovez fallen verletzt raus, dafür rücken Möstl, Rudnicki und Sager in den Kader, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Der Spanier will Breite statt Notlösungen. Er weiß: Im Mai wartet wahrscheinlich Polen, 33:24-Sieger in Riga, und Polen spielt nicht, Polen zerquetscht.

Die Bilanz gegen Nordmazedonien? Eine Achterbahn: drei Siege, vier Niederlagen, ein Remis. Das 32:28 bei der Heim-EM 2020 war ein Fest, das 29:29 vor zwölf Monaten ein Déjà-vu mit Herzklopfen. Jetzt soll der dritte Akt in Bregenz in eine Siegesserie münden, die bis Graz reicht – genauer: bis 13. Mai, 18 Uhr, Sportpark Graz, Play-off-Hinspiel.

Kiril Lazarov, EM-Held von 2012 und nun Coach der Mazedonier, schickt eine Mannschaft, die selbst um ein Ticket ringt. Ukraine oder Slowakei – egal, beide kennen den Druck. Lazarov und Romero, einst beide Legenden auf dem Feld, duellieren sich nun von der Bank. Wer gewinnt, darf für zwei Wochen durchatmen.

Österreichs jüngster Kader seit Jahren hat nur eine Aufgabe: Beweisen, dass Alter nur eine Zahl ist. Die Zahl, die zählt, steht am Samstagabend auf der Anzeigetafel. Alles andere ist Vorgeschichte.