Österreich rettet sich in kansas city: dramatisches 3:3 gegen algerien!
Kansas City bebte – und atmete auf. Österreich und Algerien lieferten sich ein WM-Duell der Nerven, das kurz vor dem Abpfiff in eine bittere „Schande von Kansas City“ hätte münden können. Doch Sasa Kalajdzic bewahrte die ÖFB-Auswahl mit einem Last-Minute-Kopfball vor dem vorzeitigen K.o. und sicherte den Einzug in die K.o.-Runde.

Rangnick sprach von einem „wahnsinn“
70 Minuten lang deuteten beide Teams an, sich mit einem Remis zufriedenzugeben – ein taktischer Schachzug, der das Publikum im Arrowhead Stadium mit Pfiffen quittierte. Doch dann kam es zur Eskalation: Riyad Mahrez brachte Algerien in der 90.+3. Minute in Führung, bevor Kalajdzic mit seinem Treffer in der 90.+6. Minute das „Wunder von Kansas City“ perfekt machte. „Ich konnte es einfach nicht glauben, was da passiert ist“, gestand Teamchef Ralf Rangnick fassungslos. „Das habe ich so noch nie erlebt.“
Dabei begann die Partie für Österreich alles andere als rosig: Ein heftiger Ellbogenschlag von Marko Arnautovic sorgte in der Anfangsphase für erste Unruhen. Doch der Stürmer machte seine Verfehlung wett, indem er Österreich mit seinem 49. Länderspieltor in Führung brachte. Rafik Belghali gelang es kurz vor der Pause auszugleichen, während Marcel Sabitzer in der zweiten Hälfte die Führung der Österreicher wiederherstellte, bevor Mahrez erneut ausglich.
Ein Resultat, das reichte: Durch das für beide Mannschaften vorteilhafte Unentschieden scheidet der Iran aus dem Turnier aus. Österreich trifft am Donnerstag (21:00 Uhr MESZ) in Los Angeles auf den Europameister Spanien, während Algerien in der Nacht auf Freitag (5:00 Uhr MESZ) gegen die Schweiz antritt.
Die Diskussionen über einen möglichen „Nichtangriffspakt“ im Geiste der „Schande von Gijón“ von 1982 wichen einem Kampf um jeden Zentimeter. Rangnick hatte diese Spekulationen bereits entschieden zurückgewiesen: „Damals war ich noch gar nicht auf der Welt!“ Er werde „die Mannschaft sicher nicht ins Rennen schicken, um unentschieden zu spielen.“
Die algerischen Medien hatten hingegen von „Rache“ gesprochen, was die Intensität des Spiels zusätzlich anheizte. Während Österreich nun mit neu gewonnenem Selbstvertrauen in die K.o.-Runde startet, bleibt Algerien trotz des späten Ausgleichs eine feste Größe im Turnier.
