Österreich gegen jordanien: baumgartners ausfall und al tamaris gefahr
Ein Duell auf Augenhöhe erwartet uns beim WM-Debüt von Jordanien gegen Österreich. Nach dem knappen Auftaktmatch gegen Spanien hat die Auswahl aus dem Nahen Osten Selbstvertrauen getankt, während die Österreicher nach 28 Jahren Abwesenheit wieder auf der Weltbühne stehen. Doch vor dem Anpfiff gibt es personelle Veränderungen und taktische Überlegungen auf beiden Seiten.

Die personelle lage in der alpenelf: ein rätsel um das mittelfeld
Ralf Rangnick, der erfahrene ÖFB-Teamchef, hatte seine Startelf eigentlich schon fest im Blick. Der Ausfall von Xaver Baumgartner im vorletzten Spiel wirft jedoch einen Schatten auf die ansonsten stabile Formation. Gregoritsch scheint die Nase vorn zu haben, um die Lücke im zentralen Mittelfeld zu füllen, obwohl auch Wanner und Chukwuemeka in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung wird Rangnick kurzfristig treffen müssen. Auch auf der linken Verteidigerposition drängt Posch an, um Mwene zu verdrängen. Die Abwehrkette könnte also wie folgt aussehen: Schlager, Posch, Lienhart, Alaba, Laimer. Im Mittelfeld rechnen wir mit Seiwald und X. Schlager, unterstützt von Schmid, Gregoritsch, Sabitzer und Arnautovic im Angriff.
Die jordanische Antwort: Ein flexibles System um Al Tamari
Trainer Jamal Sellami dürfte sich nicht allzu weit von seinem bewährten 1-3-4-3-System entfernen, das Jordanien den Weg zum ersten WM-Turnier ebnete. Al Tamari, der pfeilschnelle Flügelspieler, wird zweifellos der Schlüsselspieler sein, auf den es für die österreichische Abwehr zu achten gilt. Die jordanische Aufstellung dürfte wie folgt aussehen: Abulaila, Al Arab, Nasib, Abu Dahab, Haddad, Al Rashdan, Abu Taha, Al Rawabdeh, Al Mardi, Ali Olwan und Al Taamari. Die Balance zwischen Defensive und Offensive wird entscheidend sein.
Der Schlüssel zum Erfolg für Österreich liegt in der Konsequenz im Zweikampf und der Fähigkeit, Al Tamaris Schnelligkeit zu neutralisieren. Jordanien hingegen muss seine Chance im schnellen Umschalten nutzen und Arnautovic früh unter Druck setzen. Wer sich an die jeweilige Spielweise anpasst und die Fehler des Gegners ausnutzt, wird das bessere Ende für sich haben. Die ersten 90 Minuten dieser WM werden sicherlich in Erinnerung bleiben.
Die Uhr tickt. Die Spannung steigt. Die Welt blickt nach Katar.
