Orlando versinkt im sumpf: 29-punkte-klatsche lässt mosley erzittern

Orlando – Die Orlando Magic haben sich selbst demontiert. 101:130 gegen die Atlanta Hawks, die vierte Saisonniederlage im direkten Duell, und schon wieder klingt im Kia Center der Refrain „Fire Mosley“. Die Fans haben die Schnauze voll, die Spieler wirken leer, und die Playoffs rücken in weite Ferne.

Die zahlen, die wehtun

Nach dem historischen Debakel in Toronto folgt nun die nächste Blamage gegen einen Konkurrenten um Platz sechs. Orlando rutscht auf Rang neun ab, zwei Siege hinter Atlanta, nur noch sechs Spiele Zeit. Das Play-In droht erneut, ein Abrutschen auf Platz zehn ist real – dann winkt Miami, gegen das Orlando zwar 5:0 gewann, doch das hilft nur, wenn man sich nicht selbst zerlegt.

Jamahl Mosley stand nach der Partie vor den Medien, die Stimme rau, die Kappe zurückgeschoben. „Völlig zurecht“, sagte er zu den Buhrufen. „Wir haben nicht gekämpft, nicht gelacht, nichts. Die Hawks haben uns schön den Hintern versohlt – und das in unserer Halle.“

Ein viertel, das alles offenlegte

Ein viertel, das alles offenlegte

Das dritte Viertel war ein Lehrstück in Demütigung: 18 verlorene Punkem, 34 Prozent Feldwurfquote, keinerlei Transition-Defense. Trae Young lachte über die Half-Court-Trap, Dejounte Murray sammelte 12 Punkte in sieben Minuten. Orlando? Fünf Ballverluste in Folge, drei Airballs, ein Tech-Foul wegen Meckerns. Die Arena verstummte, dann explodierte sie – gegen das eigene Team.

Was niemand erzählt: Die Magic haben in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit nur einen einzigen Korbleger aus dem Feld erzielt. Einer. Bei 48 Prozent Team-Three der Hawks. Die Statistik trägt die Wahrheit, das Video zeigt das Desaster.

Die saison hängt an zwei auswärtsspielen

Die saison hängt an zwei auswärtsspielen

Nun geht’s nach Dallas und New Orleans – zwei Teams, die ebenfalls um ihre Playoff-Seelen beten. Die Magic müssen mindestens einen Sieg mitnehmen, sonst droht der freie Fall. Die restlichen Gegner: Bucks, Celtics, Sixers – alles Teams, die bereits geschmolzenes Eisen im Playoff-Feuer suchen. Die Rechnung ist simpel: Kein Kampf, kein Play-In. Kein Play-In, keine Postseason.

Mosley schloss mit einem Satz, der nachhallt: „Wir können nicht erst aufwachen, wenn wir 20 Punkte hinten liegen. Dann ist es zu spät, dann buhen die Kids, dann verlieren wir uns selbst.“ Die Uhr tickt. Orlando muss jetzt liefern – oder den Kopf in den Sand stecken.