Orlando fegt minnesota weg: 119-92 und das playoff-ticket rückt näher
Drei Spiele, drei Siege – Orlando Magic schreibt gerade die heißeste März-Geschichte der Eastern Conference. Ohne Franz Wagner, mit einer Starting Five, die wie ein Uhrwerk tickt, demolierte die Mannschaft von Coach Jamahl Mosley die Minnesota Timberwolves in deren eigener Halle mit 119:92. Die Playoff-Linie ist jetzt nur noch ein Katzensprung entfernt.
Desmond bane lässt die körbe glühen
30 Punkte, 8/12 Dreier, eine Körbeffizienz von 92 % – Bane spielte sich in eine Zone, die selbst die 18.997 Zuschauer im Target Center kurz verstummen ließ. „Wenn er so startet, können wir nur noch rebounden und zusehen“, sagte Teamkollege Tristan da Silva lachend. Der Deutsche lieferte mit 11 Punkten und 7 Rebounds das Solide neben Banes Spektakel und schraubte seine persönliche Monatsbilanz auf 16,3 Punkte im Schnitt hoch.
Moritz Wagner kam vom Bench und schlug sofort ein: 7 Punkte, 7 Rebounds, 2 Blocks – eine Stat-Line, die seine Bruder-Abwesenheit vergessen macht. „Wir sind nicht mehr das junge Team, das um jeden Ball bettelt“, sagte Wagner. „Wir nehmen, was uns zusteht.“
Orlando zieht mit philadelphia gleich – und hat noch ein spiel in der hinterhand
Mit dem 34. Saisonerfolg klettert Orlando auf Rang sechs im Osten und rückt vorbei an den 76ers, die heute Nacht in Boston unter die Räder geraten sind. Das entscheidende Detail: Die Magic haben drei Partien weniger absolviert als Philadelphia. Translation: Ein Nachholspiel steht noch an – und bei einem Sieg wäre der Vorsprung auf die Verfolger schon zwei Spiele.
Die Defense ist der eigentliche Star. In den letzten drei Spielen kassiert Orlando nur 94 Punkte im Schnitt, zwingt Gegner zu 17,1 Turnovers. „Wir fliegen herum, wie wenn wir noch in der Pre-Season wären“, sagt Da Silva. Die Taktik: Früh verknoten, spät entscheiden. Minnesota konnte nur 38 % aus dem Feld treffen, ein Saison-Tief.
Timberwolves stecken im märz-talkino
Während Orlando nach oben schielt, rutschen die Timberwolves auf Platz neun der Western Conference ab. Drei Niederlagen in Folge, eine Defense, die wie ein Sieb wirkt, und eine Offense, die sich in Anthony Edwards (nur 4/14 FG) den Hauptdarsteller aussuchte, der keinen einzigen Dreier traf. Coach Chris Finch war nach dem Spiel so wortkarg wie seine Mannschaft in der zweiten Hälfte: „Wir sind gerade einfach schlecht. Punkt.“
Orlando hat den Schwung, Minnesota den Frust. Die Magic müssen nur noch 14 der restlichen 18 Spiele gewinnen, um die 47-Siege-Marke zu knacken – historisch gesehen reicht das seit 2005 immer für die Playoffs.
Nächster Prüfstein: Donnerstag in Cleveland. Wenn Bane so weitermacht und die Defense weiter Blut schwitzen lässt, könnte die Postseason schon vor dem April beginnen – zumindest im Kopf der Fans in Florida.
