Openda zeigt seine schröpfspuren – juventus-stürmer setzt auf uralte heilmethode
Lois Openda hat in den sozialen Medien ein Bild gepostet, das auf den ersten Blick verstört: kreisrunde, dunkle Male vom Hals bis zu den Waden. Kein Unfall, keine Verletzung – sondern Schröpftherapie, eine der ältesten Regenerationsmethoden der Welt, die im Profisport gerade eine bemerkenswerte Renaissance erlebt.
Was hinter den dunklen malen steckt
Beim Schröpfen werden spezielle Glasglocken oder Kunststoffbecher auf die Haut gesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Dieser Sog zieht das Gewebe nach oben, regt die Durchblutung an und soll Stoffwechselrückstände aus beanspruchter Muskulatur lösen. Die charakteristischen Kreise, die danach auf der Haut zurückbleiben, sind schlicht geplatzten Kapillaren geschuldet – harmlos, aber optisch eindrucksvoll genug, um regelmäßig für Aufregung in den Kommentarspalten zu sorgen.
Lebron, benzema, paltrinieri – die liste ist lang
Openda ist nicht der Erste, der sich öffentlich zu dieser Praxis bekennt. LeBron James zeigte seine Schröpfspuren bereits vor Jahren während der NBA-Playoffs. Karim Benzema ließ sich damit ablichten, als er noch für Real Madrid auf Torejagd ging. Schwimm-Olympiasieger Gregorio Paltrinieri und Tennis-Shootingstar Ben Shelton nutzen die Methode regelmäßig im Trainingsalltag. Was all diese Athleten verbindet: extreme Belastung, kurze Erholungsphasen und die Suche nach jedem verfügbaren Mittel, um den Körper schneller wieder auf Betriebstemperatur zu bringen.
Das ist kein Zufall. Der moderne Profiathlet steckt in einem Dilemma: immer dichtere Spielpläne, immer höhere Intensität, immer weniger Zeit zur Regeneration. Da wird jede Methode interessant, die nachweislich – oder auch nur glaubwürdig – hilft. Schröpfen bewegt sich dabei in einer komfortablen Grauzone: Die wissenschaftliche Beweislage ist dünn, die Erfahrungsberichte aus der Praxis aber zahlreich.

Warum opendas timing kein zufall ist
Der Belgier, der in dieser Saison unter Trainer Thiago Motta eine Schlüsselrolle bei Juventus Turin übernommen hat, kämpft mit den physischen Anforderungen einer Doppelbelastung aus Serie A und europäischen Wettbewerben. Ein Stürmer, der Pressing läuft, Tiefenläufe macht und dabei konstant abrufbereit sein muss, braucht mehr als eine Eistonne nach dem Spiel. Das Schröpfen ist für ihn offenbar Teil eines durchdachten Regenerationskonzepts – kein Hokuspokus, sondern ein Werkzeug unter vielen.
Ob die Methode wirklich hält, was sie verspricht, bleibt Gegenstand von Debatten unter Sportmedizinern. Aber eines steht fest: Wenn Athleten auf dem Niveau von LeBron James und Lois Openda dieselbe Technik anwenden, hat das Schröpfen seinen Ruf als Außenseiter-Therapie endgültig verloren.
