Opel stürmt in die formel e: elektro-offensive mit werksteam!
Die Motorsportwelt staunt: Opel kehrt mit einem eigenen Werksteam in die Formel E zurück! Ab der kommenden Saison wird der Rüsselsheimer Automobilhersteller mit voller Kraft bei den elektrischen Rennen dabei sein und damit ein klares Statement für die Zukunftstechnologie abgeben. Sport BILD traf Opel-Boss Florian Huettl in Berlin, um die Hintergründe dieser überraschenden, aber folgerichtigen Entscheidung zu beleuchten.

Ein blick in die zukunft des motorsports
„Was mir vor allem gefällt, ist der Charakter der Formel E – Motorsport für alle“, erklärte Huettl beim E-Prix in Berlin. Die Nähe zum Publikum, die vollelektrische Antriebe ohne Lärm und Emissionen, und die vielfältige Zuschauerschaft machen die Rennserie für Opel zur idealen Plattform, um die Vorteile der Elektromobilität zu präsentieren. Es ist ein ganz anderes Erlebnis als im traditionellen Rennsport, und genau das spricht uns an.“
Opel sieht in der Formel E nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Chance, die Marke weiterzuentwickeln und zu modernisieren. „Wir sind eine Marke für alle, die nah dran ist an den Menschen“, betonte Huettl. Der Einstieg in die Formel E ist somit ein logischer Schritt im Zuge der umfassenden Elektrifizierung der Modellpalette.
Gen4-Technologie als Turbo
Besonders vielversprechend ist der Einsatz der Gen4-Rennwagen ab der kommenden Saison. Mit 816 PS und Allradantrieb versprechen diese Boliden eine völlig neue Leistungsdimension. „Der Gen4 ist ein Riesenschritt in puncto Performance für die Formel E. Eine ganz neue Leistungsdimension, die wir da erreichen“, freute sich Huettl über den technischen Fortschritt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verpflichtung der jungen deutschen Rennfahrerin Sophia Flörsch als Test- und Entwicklungsfahrerin. „Wir freuen uns, dass wir mit Sophia eine deutsche Rennfahrerin am Start haben, die unser Team unterstützt“, so Huettl. „Wir wollen Talenten die Möglichkeit geben, zu wachsen: Jeder, der bei uns im Team ist, soll die Chance auf einen der beiden Startplätze haben, wenn die Leistung stimmt – und es gibt keinen Grund, dass das nicht auch eine Frau kann.“
Opel hat bereits einen Vierjahresvertrag für die Teilnahme an der Formel E unterschrieben, ein deutliches Zeichen des langfristigen Engagements. Die Stammpiloten stehen zwar noch nicht fest, aber Huettl verriet, dass man „auf einem sehr guten Weg“ sei. Die Spannung steigt, wer die Ehre hat, für Opel in der Formel E anzutreten.
Das Engagement in einer FIA-Weltmeisterschaft ist für Opel ein großer Schritt, es ist das höchste Niveau, das wir heute im Rennsport haben. Wir gehen da mit sehr viel Bescheidenheit rein. Aber ganz klar, wir starten auch mit dem Ziel, zuerst Rennen und irgendwann auch die Meisterschaft zu gewinnen. Wir wollen vorne mitfahren.
