Olympische winterspiele verona: ein emotionaler abschied voller hoffnung

Olympische winterspiele in verona: ein abschied voller emotionen und blick nach vorn

Die Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Verona, normalerweise Domäne großer Opernaufführungen, war ein bewegender Appell an die Menschheit. Unter dem Motto „Schönheit in Bewegung“ feierte die Inszenierung die Kraft des Sports und präsentierte ein Italien im Wandel. Ein Wassertropfen, der die olympischen Austragungsorte mit dem Po-Tal verbindet, diente als zentrales Symbol.

Eine botschaft des wandels

Schriftsteller und Produzent Alfredo Accatino (65) erklärte, dass die Zeremonie eine Geschichte von Italien im Wandel erzählen soll: „Wir wollen über die Schönheit der Bewegung, die Schönheit des Sports und die Schönheit der Natur sprechen.“ Die Feier richtete sich jedoch nicht an alle Athleten gleichermaßen. Nur Sportler aus 68 von 92 Teilnehmerländern waren vor Ort, die Flaggen der übrigen Nationen wurden von ehrenamtlichen Helfern getragen.

Deutsches team mit kleiner delegation

Deutsches team mit kleiner delegation

Das deutsche Team wurde von den Rodel-Doppel-Olympiasiegern Tobias Wendl (38) und Tobias Arlt (38) in die Arena geführt. Die Mehrheit der 188 deutschen Starter war bereits auf dem Heimweg, oder die Reise nach Verona war schlichtweg zu anstrengend. Annika Hocke (25) und Robert Kunkel (26) zeigten beim Einlauf der Athleten eine beeindruckende Hebefigur.

Klaebo krönt sich zum rekord-olympioniken

Klaebo krönt sich zum rekord-olympioniken

Der strahlendste Star des Abends war zweifellos Johannes Klaebo (29) aus Norwegen. Er gewann als erster Wintersportler sechs Goldmedaillen bei denselben Winterspielen und sicherte sich mit insgesamt elf Olympiaehrung den Titel des Rekord-Olympioniken. Sein letzter Triumph, der Sieg im 50-km-Massenstart, wurde in diesem feierlichen Rahmen gewürdigt. Auch die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (29) wurde für ihren Sieg über die gleiche Distanz geehrt.

Italienische legenden entzünden das feuer

Italienische legenden entzünden das feuer

Das Programm spannte einen Bogen durch Jahrhunderte italienischer Musikgeschichte, beginnend mit Opernklassikern wie Aida, Rigoletto und Madama Butterfly. Tänze und Musik führten bis in die Gegenwart. Das Olympische Feuer, das in Mailand und Cortina brannte, wurde von italienischen Sportlegenden ins Amphitheater getragen, das um das Jahr 30 n. Chr. eingeweiht wurde. Maurilio De Zolt (75), Marco Albarello (65), Giorgio Vanzetta (66) und Silvio Fauner (57) waren Namen, die viele Fans der 80er- und 90er-Jahre noch kennen.

Politische prominenz und blick in die zukunft

Die Ehrenloge war diesmal nicht auf der oberen Tribüne platziert, sondern im Innenraum. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) saß neben der neuen IOC-Präsidentin Kirsty Coventry (42), während ihr Vorgänger Thomas Bach (72) nur drei Plätze entfernt mitverfolgte, wie Annika Hocke und Robert Kunkel weiterhin im Wettkampfmodus waren und eine beeindruckende Hebefigur zeigten.

Die flaggenübergabe an frankreich

Die Bürgermeister von Mailand und Cortina d’Ampezzo, Giuseppe Sala (67) und Gianluca Lorenzi (56), übergaben die Olympische Flagge an Kirsty Coventry, die sie an die Präsidenten der französischen Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur und Auvergne-Rhône-Alpes, Renaud Muselier (66) und Fabrice Pannekoucke (50) weiterreichte – die nächsten Winterspiele rücken damit näher. Coventry bedankte sich herzlich bei Italien: „Danke, dass ihr diese Spiele wirklich magisch gemacht habt. Jeder einzelne von uns hat sich wie zu Hause gefühlt.“ Die Spiele wurden um 22:36 Uhr offiziell für beendet erklärt, und kurz darauf erlosch auch das Olympische Feuer.