Olympische winterspiele: coni warnt vor finanziellen engpässen!
Rom – Ein Schock für den italienischen Sport: Der Präsident des Comité Olímpico Nazionale Italiano (CONI), Luciano Buonfiglio, hat Alarm geschlagen und vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten bei der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina d’Ampezzo gewarnt. Die Regierung scheint die finanzielle Unterstützung für das Team und die Medaillenprämierungen zurückzuhalten, was eine ungewöhnliche Situation darstellt.

Die leeren kassen des coni: was jetzt geschieht?
Normalerweise erhält der CONI für die Vorbereitung auf Winterspiele rund 10 Millionen Euro vom Staat. Hinzu kommen Lizenzgebühren von der Stiftung Mailand-Cortina in Höhe von etwa 48 Millionen Euro. Buonfiglio betonte, dass der CONI nun Gläubiger dieser Gelder sei, während die Stiftung zurzeit als Schuldner fungiert. „Wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, zu zahlen, wendet man sich an denjenigen, der die Garantien übernommen hat“, erklärte Buonfiglio, spielte aber gleichzeitig darauf an, dass eine Inanspruchnahme dieser Garantien (durch Regierung und lokale Behörden) vermieden werden solle.
Ein Gespräch mit dem Sportminister Andrea Abodi verlief bisher ohne Erfolg. „Jedes Mal, wenn ich nachgefragt habe, wurde mir gesagt, dass die Gelder bereits für Mailand-Cortina vorgesehen seien“, so Buonfiglio, der sich nun Hoffnungen auf eine baldige Lösung macht. Diese finanzielle Notlage hat den CONI gezwungen, die Genehmigung des Haushalts von April auf Ende Juni zu verschieben. Die aktuelle Bilanz zeichnet ein deutliches Minusbild.
Doch das ist nicht die einzige Baustelle. Buonfiglio wies auf „viele Probleme“ in verschiedenen Sportverbänden hin, darunter Fußball, Leichtathletik, Tanzsport und Cricket. „Viele dieser Probleme habe ich erst durch die Presse erfahren“, so der CONI-Präsident. Während im Fußball keine Intervention stattgefunden hat, obwohl es zahlreiche Forderungen gab, wurde im Cricket ein Kommissar eingesetzt. Auch die Ermittlungen gegen die Präsidentin des italienischen Tanzsportverbands, Laura Lunetta, beschäftigen den CONI. Sie hat sich für einige Tage der Reflexion zurückgezogen.
Die Situation um den Leichtathletikverband Fidal (Federazione Italiana di Atletica Leggera) wird ebenfalls intern geklärt. Buonfiglio kündigte ein Treffen mit dem Präsidenten Giuseppe Mei an. Im Anschluss an die Sitzung des Nationalrates soll Gianfranco Zola mit der goldenen Sportverdienstmedaille geehrt werden.
Die finanzielle Lage des CONI zwingt das Gremium, effizienter zu werden. Die Aufnahme neuer Verbände oder Disziplinen ist vorerst ausgeschlossen. Es gilt, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen und eine nachhaltige Lösung für die finanzielle Zukunft des italienischen Sports zu finden. Die Olympischen Winterspiele 2026 stehen somit vor einer finanziellen Zerreißprobe.
