Olympische dörfer in italien: von befürchtungen zu wohlfühloasen
Olympische dörfer in italien: von befürchtungen zu wohlfühloasen
Die schlimmsten Befürchtungen bezüglich der olympischen Dörfer bei den Spielen in Italien bewahrheiten sich nicht. Im Gegenteil: Athleten loben die Bedingungen in den Unterkünften, insbesondere im olympischen Dorf in Cortina d’Ampezzo. Nach anfänglichen Sorgen über Container-Unterkünfte und mögliche Mängel herrscht nun Zufriedenheit.
Lob von den athleten
Die Eishockey-Spielerinnen Nina Jobst-Smith und Daria Gleißner sind begeistert vom Flair im olympischen Dorf. Auch Eisschnellläufer Patrick Beckert äußert sich positiv. „Es ist großartig. Man kann wirklich erst mitreden, wie es im olympischen Dorf ist, wenn man drin war. Es ist eine tolle Erfahrung, all die anderen Athleten zu sehen und was sie für uns geschaffen haben“, so Jobst-Smith.

Die dimensionen des dorfes in mailand
Das olympische Dorf in Mailand erstreckt sich über 38.000 Quadratmeter – eine Fläche, die etwa fünf Fußballfeldern oder 21 Eishockeyfeldern entspricht. Die Zimmer sind klein und schlicht, aber dennoch fein und keineswegs trist. Gleißner beschreibt sie als „sehr clean, sehr schön“ und lobt die Ausstattung mit zwei großen Schränken und einem schönen Badezimmer.

Positive begegnungen und gute organisation
Im Speisesaal kam Gleißner sogar zu einem zufälligen Kaffee-Gespräch mit Kirsty Coventry, der Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees. Auch Beckert, der bereits seine fünften Olympischen Spiele erlebt, ist rundum zufrieden. Er betont die gute Organisation und die ausreichende Größe der Zimmer sowie die gute Verpflegung.

Vergangenheit als warnung
Die positiven Erfahrungen stehen im Kontrast zu früheren Olympischen Spielen. Bei den Winterspielen in Peking waren die Dörfer aufgrund der Corona-Pandemie streng kontrollierten Zonen. In Paris 2024 gab es Klagen über zu hohe Temperaturen, unbequeme Betten und schlechtes Essen. Auch in Mailand gab es kleinere Pannen, wie beschädigte Duschen in einigen Zimmern.

Container-sorgen in cortina d’ampezzo
Vor den Spielen gab es Bedenken hinsichtlich der Unterbringung in Containern in Cortina d’Ampezzo. Befürchtungen bestanden bezüglich der Heizung und der Sanitäranlagen. Der australische Skeletonfahrer Nick Timmings bestätigte jedoch, dass die Container beheizt sind und die Sanitäranlagen funktionieren. „Ich fühle mich sehr wohl“, sagte er.

Ausblick und gesamteindruck
Insgesamt prägen Zufriedenheit und Gelassenheit den Alltag in den olympischen Dörfern. Ob dies während der gesamten Spiele so bleibt, wird sich zeigen. Das deutsche Team belegt zwei komplette Stockwerke und teilt sich ein Haus mit Polen, der Tschechischen Republik und der Schweiz. Es gibt Entspannungsmöglichkeiten, Fitnessräume und Gemeinschaftsbereiche.

Kleine annehmlichkeiten für die athleten
Die Athleten können sich die Zeit mit Pflanzen, Spielen und sogar personalisierten Cola-Drucken vertreiben. „Das ist etwas Besonderes, an das sich alle erinnern werden“, so Jobst-Smith. Die olympischen Dörfer bieten somit nicht nur eine Unterkunft, sondern auch eine Atmosphäre des Zusammenhalts und der Freude.
