Olympia-winterspiele: deutschland sammelt bittere vierte plätze

Enttäuschung in italien: deutsche athleten knapp am podest vorbei

Die Olympischen Winterspiele in Italien sind für viele deutsche Athleten bisher von Pech und verpassten Chancen geprägt. Deutschland führt die Statistik der vierten Plätze an – eine Statistik, die man sich lieber gespart hätte. Insgesamt elfmal schrammten die deutschen Sportler bis Donnerstagabend nur knapp an einer Medaille vorbei. Norwegen folgt mit neun vierten Plätzen, gefolgt von Italien und der Schweiz mit jeweils acht.

Biathlon: ein besonders frustrierendes kapitel

Biathlon: ein besonders frustrierendes kapitel

Besonders häufig musste das deutsche Biathlon-Team das bittere Gefühl einer verpassten Medaille erleben. Vannessa Voigt und die Herren-Staffel belegten jeweils den vierten Platz. Doch vor allem Franziska Preuß, die Sportlerin des Jahres, steht stellvertretend für das unglückliche Abschneiden. Zahlreiche Fehler beim Stehendschießen kosteten ihr und dem Team wertvolle Medaillen. „Ich weiß nicht, woher das kommt. Es ist leider so“, zeigte sich Preuß frustriert.

Weitere verpasste chancen in verschiedenen disziplinen

Weitere verpasste chancen in verschiedenen disziplinen

Auch in anderen Sportarten blieben die deutschen Athleten hinter den Erwartungen zurück. Die Frauen-Staffel im Langlauf und Snowboarderin Annika Morgan im Slopestyle verpassten ebenfalls knapp das Podest. Im Eiskanal von Cortina gab es ebenfalls zahlreiche vierte Plätze für Toni Eggert/Florian Müller (Rodeln), Hannah Neise (Skeleton) und Lisa Buckwitz (Monobob).

Zentimeterpech und unglückliche umstände

Zentimeterpech und unglückliche umstände

Im Skispringen verpasste das Team D sowohl im Mixed-Team als auch im Super-Team knapp eine Medaille. Besonders dramatisch verlief der Wettbewerb im Super Team, als ein Traumflug von Philipp Raimund aufgrund von Schneefall nicht gewertet werden konnte. Nur 16 Zentimeter fehlten zur Bronzemedaille. Auch die Nordischen Kombinierer erlebten ein ähnliches Schicksal beim Teamsprint, als Vinzenz Geiger zweimal stürzte.

Drama im riesenslalom und bei den curling-weltmeistern

Auch Lena Dürr, im Riesenslalom aussichtsreich auf Medaillenkurs, scheiterte am ersten Tor. Ein ähnliches Unglück erlebte bereits Markus Wasmeier 1988. Bei den Curling-Weltmeistern leistete sich Skip Marc Muskatewitz entscheidende Fehler, was zum Ausscheiden führte. Im Eishockey verpasste ein Fehlpass von Frederik Tiffels die Chance auf eine Medaille.

Snowboardcross: unglücklicher zusammenstoß

Im Snowboardcross kam es zu einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Martin Nörl und Leon Ulbricht, der beide Athleten aus dem Rennen nahm. Nörls Wunsch nach einer Korrektur durch die Jury blieb unerfüllt. Auch Tatjana Paller im Skibergsteigen verpasste aufgrund eines verpassten Startsignals knapp eine Medaille. Die Skibergsteigerin vermisste den Startton und zögerte, da sie eine Zeitstrafe für einen Fehlstart befürchtete.