Olympia-verlag verschärft regeln: was kicker-inhalte jetzt kosten
Nürnberg – Die Nutzung von Artikeln und Inhalten des renommierten Sportverlags Olympia-Verlag, insbesondere von kicker.de, wird ab sofort strenger reguliert. Nach einer umfassenden Überarbeitung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) hat der Verlag klare Linien gezogen, was die kommerzielle Verwertung und die Weitergabe seiner redaktionellen Inhalte betrifft. Für viele Medienhäuser und Unternehmen bedeutet dies eine Anpassung ihrer Redaktionsworkflows und Lizenzstrategien.
Keine seo-ausnutzung und text-mining
Die neuen AGB verbieten ausdrücklich die Nutzung von kicker-Artikeln für Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder für Zwecke des Text- und Data-Mining, insbesondere für das Training von Systemen der Künstlichen Intelligenz. Dies betrifft auch automatisierte Verfahren wie Web-Crawling und Scraping. Der Verlag signalisiert damit klar, dass seine Inhalte nicht als kostenlose Datenbasis für algorithmische Anwendungen missbraucht werden dürfen. Eine vorherige schriftliche Zustimmung ist zwingend erforderlich, wenn eine solche Nutzung angestrebt wird.
Der Verlag macht deutlich, dass die Weitergabe der Artikel an Dritte, die Lizenzierung oder der Verkauf der Inhalte ebenfalls untersagt sind. Auch die Veränderung von Artikeln, selbst in Form von Kürzungen für Teaser oder Überschriften, ist nur dann erlaubt, wenn dies die ursprüngliche Aussage des Textes nicht verändert. Die Integrität des journalistischen Inhalts steht im Vordergrund.

Urhebervermerk und kosten
Ein zentraler Punkt ist die Pflicht zur Nennung des Verlags als Urheber an der Stelle, wo der Artikel eingebunden wird. Fehlt dieser Urhebervermerk, droht dem Nutzer ein Schadensersatzanspruch in Höhe von 100 Prozent des Nutzungshonorars. Die Kosten für die Nutzung der Inhalte werden individuell vom Verlag festgelegt, wobei die genauen Konditionen und Preise in einem gesonderten Dokument dem Kunden mitgeteilt werden.
Die Auftragsbestätigung, die den Vertrag über die Leistungen abschließt, kann dem Kunden per E-Mail, Fax oder Post zugestellt werden. Eine Nutzung der Artikel vor Erhalt dieser Bestätigung ist untersagt.
Haftung und datenschutz
Der Verlag weist darauf hin, dass der Nutzer für alle Ansprüche Dritter haftet, die aus der Nutzung der lizenzierten Inhalte resultieren. Gleichzeitig schließt der Verlag die Haftung für die inhaltliche Richtigkeit oder Eignung der Artikel für einen bestimmten Zweck aus. Die Verantwortung für die rechtliche Unbedenklichkeit der Veröffentlichung liegt beim Nutzer.
Zu Abrechnungs- und Auswertungszwecken werden Protokolle bezüglich der Vergabe von Nutzungsrechten geführt. Der Verlag garantiert die Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen.
Diese verschärften Regeln unterstreichen den Wert hochwertiger Sportberichterstattung und den Anspruch des Olympia-Verlags, seine Inhalte vor unautorisierter Nutzung zu schützen. Die klare Positionierung des Verlags wird die Debatte über die Nutzung von journalistischen Inhalten im digitalen Zeitalter weiter anheizen.
