Olympia-sprint: kläbo triumphiert, deutsche hoffnungen zerplatzen knapp
Spannung und enttäuschung beim olympia-sprint
Die Sprintbewerbe bei den Olympischen Spielen in voller Gang! Der norwegische Star Johannes Hösflot Kläbo hat seine beeindruckende Goldmedaillen-Sammlung um ein weiteres Stück erweitert und sich seinen siebten Olympiasieg gesichert. Während Kläbo triumphiert, mussten sich die deutschen Langläufer Laura Gimmler und Johannes Rydzek äußerst knapp ihren Traum vom Finale verabschieden.

Kläbos unaufhaltsamer lauf zum rekord
Johannes Hösflot Kläbo demonstrierte erneut seine Dominanz und gewann den Sprintbewerb souverän. Es ist bereits seine dritte olympische Goldmedaille in dieser Disziplin in Folge. Mit nunmehr sieben Goldmedaillen kommt er den Rekordhaltern Björn Dählie, Ole Einar Björndalen und Marit Björgen (alle Norwegen) näher, die jeweils achtmal Gold gewinnen konnten. Schon beim kommenden 10-km-Rennen hat er die Chance, gleichzuziehen.

Knappe niederlage für gimmler und rydzek
Für die deutschen Langläufer lief es hingegen nicht nach Plan. Laura Gimmlerverpasste das Finale als Dritte ihres Halbfinals um lediglich 63 Hundertstelsekunden. "Wir haben die Regel unseres Trainers, dass wir eine Stunde enttäuscht sein dürfen, dann ist das abgehakt", erklärte die 32-Jährige. Auch Johannes Rydzek scheiterte im Halbfinale und beendete das Rennen auf dem achten Platz. Die Unterstützung von Bruder Johannes, der bei den Kombinierern um Gold kämpft, konnte die Enttäuschung nicht ganz mildern.
Unterstützung aus dem freundeskreis und der familie
Laura Gimmler erlebte eine besondere Unterstützung durch ihren Freund, den französischen Alpin-Star Cyprien Sarrazin, der ihr am Streckenrand Anfeuerungsrufe zurief. Auch ihr Bruder Johannes Rydzek versuchte, sie mental zu unterstützen. Trotz der verpassten Finalteilnahme zeigte sich Gimmler mit Platz sieben zufrieden: "Das ist ein anständiges Niveau."
Schwedischer dreifach-triumph bei den damen
Bei den Damen jubelte Schweden über einen vollständigen Erfolg. Linn Svahn überraschte mit ihrem Sieg vor der Peking-Olympiasiegerin Jonna Sundling und Maja Dahlqvist. König Carl XVI. Gustaf konnte sich über den Dreifach-Triumph seiner Athletinnen freuen.
Stölbens bittere enttäuschung
Jan Stölben zeigte eine starke Qualifikation als Elfter, konnte aber im Viertelfinale nicht mehr mithalten. "Es fühlt sich so bitter an, weil ich fest davon überzeugt bin, dass viel, viel mehr drin war", sagte der 24-Jährige. Er hatte sich nach seinem Erfolg beim Sprint der Tour de Ski in diesem Jahr mehr erhofft.
Deutsche sprint-bilanz bleibt bescheiden
Deutschland konnte seit der Premiere des Sprintbewerbs im Jahr 2002 lediglich drei olympische Medaillen gewinnen. Peter Schlickenrieder und Evi Sachenbacher-Stehle gewannen 2002 Silber, ebenso wie Claudia Nystad im Jahr 2006. Seitdem hat kein deutscher Athlet mehr das Finale erreicht. Bundestrainer Schlickenrieder und sein Team arbeiten weiter daran, diese Bilanz zu verbessern.
