Olympiasieger rost feiert 75. geburtstag: ein handball-titan blickt zurück
Leipzig feiert heute einen Mann, dessen Name untrennbar mit dem deutschen Handball verbunden ist: Peter Rost. Der Kapitän der DDR-Handballnationalmannschaft, der 1980 in Moskau den historischen Olympiasieg gegen die scheinbar unschlagbare Sowjetunion errang, wird 75 Jahre alt. Ein Jubiläum, das nicht nur Freunde des Sports, sondern auch alle, die an die Kraft des deutschen Teamgeists glauben, in Erinnerung ruft.

Ein moment, der für immer in erinnerung bleibt
„Das war der größte Moment meiner sportlichen Laufbahn“, schwärmt Rost auf der Homepage des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Der 23:22-Sieg nach Verlängerung im Moskauer Sportpalast Sokolniki war mehr als nur ein Sieg – er war der Inbegriff von Kampfgeist und taktischer Brillanz. Rost erinnert sich noch genau an das Gefühl, die Goldmedaille um den Hals zu bekommen, ein Moment, der ihn bis heute antreibt.
Seine Karriere war geprägt von Erfolgen. Rost war nicht nur 1980, sondern bereits 1972, 1976 und 1979 DDR-Meister mit seinem SC Leipzig. Doch seine sportliche Leidenschaft blieb nicht auf das Spielfeld beschränkt. Später wirkte er als Trainer und prägte den Frankfurter HC im Frauenbereich, den SC Magdeburg und den ThSV Eisenach im Männerbereich.
Was viele nicht wissen: Handball ist quasi ein Familienerbstück bei den Rosten. Sein Bruder Karlheinz Rost, 81 Jahre alt, war selbst ein Weltklassespieler im linken Rückraum. Und seine Ehefrau Christina Rost, 72, feierte 1975 und 1978 als Kreisläuferin zwei Weltmeistertitel. Einzig Sohn Frank, der am Dienstag seinen 53. Geburtstag feiert, schlug eine andere Richtung ein und wurde langjähriger Torwart in der Bundesliga, unter anderem bei Werder Bremen, Schalke 04 und dem Hamburger SV.
DHB-Präsident Andreas Michelmann gratulierte Rost herzlich und wünscht ihm „mit besten Wünschen für einen schnellen und erfolgreichen Genesungsprozess“. Rost selbst blickt zurück und wünscht sich vor allem eines: „Gesundheit! Das ist das Wichtigste!“, so SPORTBILD.
Mit 216 Länderspielen für die DDR hat Peter Rost einen unvergesslichen Fußabdruck in der Handballgeschichte hinterlassen. Sein Vermächtnis ist mehr als nur eine Sammlung von Medaillen und Titeln – es ist die Verkörperung von Disziplin, Teamwork und dem unbändigen Willen zum Erfolg. Ein Vorbild für kommende Generationen von Handballern und Sportlern im Allgemeinen.
