Olympiasieger raimund nach sprung-zwischenfall von slowenischen fans angegriffen
Beleidigung nach der großschanze
Philipp Raimund, der frischgebackene Olympiasieger von der Normalschanze, musste nach seinem neunten Platz von der Großschanze eine unangenehme Erfahrung machen. Während er sich in der Mixed-Zone den deutschen Journalisten zuwandte, wurde er von einer Gruppe slowenischer Fans lautstark beschimpft. Der Vorfall warf einen Schatten auf den ansonsten erfolgreichen Tag des deutschen Skispringers.

Die unfreundlichen rufe
Die Fans skandierten wiederholt „Nein, nein, nein“ in Richtung Raimund. Diese Rufe beziehen sich auf den Skiflug-Weltcup in Oberstdorf, wo der Schweizer FIS-Koordinator Hubert Mathis die Teilnahme von Sloweniens Starspringer Domen Prevc im Teamwettbewerb verhinderte. Mathis verweigerte die Teilnahme aufgrund eines Problems mit Prevc’s Skiern.

Raimunds deutliche reaktion
Philipp Raimund reagierte sichtlich verärgert auf die Beschimpfungen. „Sie haben gerade zu mir ‚Nein, nein, nein‘ runtergerufen, wegen der Skiflug-WM, und ich habe denen gesagt: Ihr wisst schon, dass der Typ Schweizer ist. Mit dem habe ich in dem Sinne gar nichts zu tun. Also das fand ich etwas unangebracht“, erklärte er gegenüber SPORT1. Er betonte, dass er in keiner Weise für die Entscheidung in Oberstdorf verantwortlich sei.
Hintergrund der aktion in oberstdorf
Der Vorfall in Oberstdorf, der die Rufe der slowenischen Fans auslöste, ereignete sich, als Domen Prevcs Skier während der Vorbereitung auf den Teamwettbewerb Probleme verursachten. Hubert Mathis verhinderte daraufhin Prevc’s Teilnahme mit einer klaren Geste und dem wiederholten Ausruf „Nein“. Diese Entscheidung sorgte für Aufregung unter den slowenischen Fans.
Ein gutes verhältnis zu prevc
Trotz des Vorfalls betonte Philipp Raimund, dass er ein gutes Verhältnis zu Domen Prevc pflegt. „Ich bin mit dem Domen voll fein. Ich mag ihn sehr und komme generell mit jedem Springer klar“, sagte er. Die beiden Sportler wurden kurz vor dem Beginn der Wettkämpfe an der Normalschanze noch gemeinsam gesichtet.
Kritik an der fan-kultur
Raimund kritisierte das Verhalten der Fans und meinte: „Ich glaube, die Fans nehmen sich manchmal zu viele Rechte raus.“ Er fügte hinzu: „Von daher finde ich es unpassend, jetzt wo der Domen gewonnen hat, mir das hinterherzuwerfen. Komplett unnötig, zeugt aber von menschlicher Schwäche.“ Er appellierte an die Fans, ihren Frust nicht an unbeteiligten Personen auszulassen.
