Olympiasieger raimund: bruch der absprache beim skisprung-probetraining

Überraschende enthüllung vor dem großschanzenspringen

Der Olympiasieger Philipp Raimund sorgte beim Probedurchgang für die Großschanze für Aufsehen, als er von der mit seinem Trainerteam getroffenen Vereinbarung abwich. Experte Sven Hannawald zeigte sich sowohl irritiert als auch amüsiert über das Verhalten des Skispringers. Nach dem enttäuschenden zehnten Platz auf der Großschanze kamen die Hintergründe ans Licht.

Horngachers bericht: der falsche ski

Horngachers bericht: der falsche ski

Bundestrainer Stefan Horngacher bestätigte im ARD-Interview, dass Raimund im Probedurchgang einen anderen Ski wählte, als zuvor besprochen. „Es war ein Fehler von ihm selbst. Wir hatten einen anderen Ski vereinbart, aber er wollte seinen eigenen nehmen. Das habe ich dann etwas zu spät bemerkt. Im Wettkampf hatte er dann den richtigen Ski.“ Die Entscheidung des Athleten scheint unerwartet gekommen zu sein.

Raimunds erklärung: ein „griff ins klo“

Raimund selbst räumte bei SPORT1 ein, dass er den „normalen Ski“ testen wollte. „Ich wollte schauen, ob es mit dem normalen Schliff auch geht, weil ich eigentlich auf meinem normalen Setup springen wollte.“ Später bezeichnete er den Probedurchgang im ARD als einen „Griff ins Klo“. Trotzdem betonte er, dass sich die eigenmächtige Aktion nicht auf das eigentliche Springen ausgewirkt hätte, welches von Domen Prevc gewonnen wurde.

Hannawalds verwunderung: „darum bin ich kein trainer“

Sven Hannawald zeigte sich in der ARD-Diskussion verwundert über Raimunds Verhalten. „Das habe ich so bisher noch nicht erlebt. Wir haben damals immer an das geglaubt, was besprochen wurde.“ Er vermutete, dass Raimund aus „Euphorie“ anders gehandelt habe. „Das ist auch ein Grund, warum ich kein Trainer bin: Ich hätte die Jungs durch den Bach schwimmen lassen, egal wie kalt das Wasser ist.“

Lerneffekt und die bedeutung von teamabsprachen

Hannawald fügte jedoch hinzu, dass solche Situationen auch einen Lerneffekt mit sich bringen könnten. Die Erfahrung, dass Horngacher und sein Team bei der Ski-Wahl etwas wissen, müsse Raimund nun machen. „Irgendwie glaubt man das dann hin und wieder nicht.“ Trotzdem wollte er das Thema nicht überbewerten und fand es letztendlich auch „lustig“.

Fazit: ein kleiner ausrutscher mit wenig folgen

Der Vorfall zeigt, dass auch Olympiasieger nicht immer die Entscheidungen ihres Trainerteams befolgen. Obwohl der Bruch der Absprache für Verwirrung sorgte, scheint er sich letztendlich nicht auf das Ergebnis des Wettkampfs ausgewirkt zu haben. Für Philipp Raimund bleibt es eine wertvolle Lektion, die Bedeutung von Teamabsprachen zu schätzen.