Olympiakos krönt sich zum euroliga-champion – rache an madrid!

Atenas tobte! Nach einer Durststrecke von 13 Jahren hat der Olympiakos Piräus die Euroliga vor den Augen der eigenen Fans gegen den Erzrivalen RealMadrid gewonnen. Ein umkämpfter Finaleinzug endete mit einem 92:85-Sieg, der die griechische Basketballszene in Ekstase versetzt.

Ein triumph der geduld und des taktischen geschicks

Ein triumph der geduld und des taktischen geschicks

Die Partie im OAKA, traditionell Heimstätte des Erzrivalen Panathinaikos, war ein nervenaufreibendes Duell zweier europäischer Basketball-Giganten. Olympiakos, unter der Leitung von Trainer Giorgos Bartzokas, bewies eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit und nutzte die Unterstützung der heimischen Fans, um die zuvor als Favoriten gehandelten Madrilenen zu bezwingen. Besonders hervorzuheben ist, dass Olympiakos damit erstmals seit 2013 wieder den begehrten Titel in den griechischen Himmel hebt.

Was diese Meisterschaft so besonders macht, ist der Fakt, dass Olympiakos als Tabellenführer der regulären Saison ins Turnier ging – ein Novum im neuen Format der Euroliga seit 2017. Bisher scheiterten stets andere Teams an diesem Muster. Fenerbahçe, Real Madrid, CSKA Moskau, Anadolu Efes und erneut Real Madrid hatten in den vergangenen Jahren als Tabellenführer der Hauptrunde das Nachsehen. Die fünf Final Four-Teilnahmen in den letzten Jahren endeten für Olympiakos allesamt im Scheitern, dreimal in der Semifinale, einmal in der Final.

Die Rache ist süß: Für Olympiakos war dieser Sieg nicht nur ein Titelgewinn, sondern auch eine Revanche für die Niederlagen in den Finales von 2015 und 2023 gegen Real Madrid. Die Madrilenen, die in den vergangenen Jahren immer wieder als europäische Spitzenmannschaften glänzten, mussten sich diesmal dem griechischen Team geschlagen geben. Die Leistung von Kostas Sloukas, der mit seiner Erfahrung und seinem Spielwitz den entscheidenden Unterschied ausmachte, darf dabei nicht unerwähnt bleiben.

Die Euphorie in Piräus ist grenzenlos. Nach Jahren der Enttäuschung feiern die Fans ihren Verein als den neuen König Europas. Die Zahlen sprechen für sich: Olympiakos hat in dieser Saison 31 von 34 Spielen gewonnen und damit die Vorrunde dominiert. Der heutige Sieg krönt diese beeindruckende Leistung und untermauert den Anspruch des Teams, zur absoluten Spitze des europäischen Basketballs zu gehören.