Olympia-fieber steigt: deutschland rückt näher ans ziel!

Die Stimmung kocht! Nach den überwältigenden Bürgerentscheidungen in Nordrhein-Westfalen und Kiel sieht es besser denn je aus für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele 2026, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wertet die Ergebnisse als ein klares Signal – und die Hoffnung auf Olympia in Hamburg am 31. Mai wächst.

Ein bundesweites signal für die olympische bewegung

DOSB-Präsident Thomas Weikert zeigte sich begeistert: „Die gewonnenen Bürgerbefragungen sind ein deutliches Zeichen für die olympische Bewegung in Deutschland und hoffentlich ein motivierendes Signal für die noch folgende Abstimmung in Hamburg.“ Die Zustimmung in NRW und Kiel gleicht fast der Euphorie, die im November in München zu verzeichnen war. 66,4 Prozent der Münchner sagten damals Ja zu einer Bewerbung – eine Zahl, die nun in den anderen Regionen ebenfalls erreicht wird.

Otto Fricke, DOSB-Vorstandsvorsitzender, betonte, dass die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Olympia den Sport wieder stärker in den Fokus der Gesellschaft rückt. „Die Menschen werden aktiviert“, so Fricke. Für den DOSB ist es nun entscheidend, diesen Rückenwind in Hamburg zu nutzen und die dortige Abstimmung erfolgreich zu gestalten.

Berlin, der vierte deutsche Bewerber, verzichtet auf eine eigene Bürgerbefragung. Die Zustimmung der Bevölkerung spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Bewerber durch die Evaluierungskommission des DOSB. Letztendlich entscheiden aber die Delegierten, allen voran die internationalen Verbände, am 26. September in Baden-Baden über den offiziellen deutschen Kandidaten.

Mehr als nur zustimmung: eine neue sportkultur?

Mehr als nur zustimmung: eine neue sportkultur?

Michael Mronz, IOC-Mitglied und DOSB-Präsidiumsmitglied, sieht die Ergebnisse aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit Optimismus. „Das Ergebnis wird auch international Beachtung finden“, so Mronz. Er betonte jedoch, dass es nicht um einen Wettstreit zwischen den Bewerberregionen gehe, sondern darum, wie Deutschland im globalen Wettbewerb gewinnen kann – mit einem Konzept, das auf Dialog, Nachhaltigkeit und einem breiten gesellschaftlichen Mandat basiert.

In den 17 abstimmenden Kommunen in Nordrhein-Westfalen wurde eine Mehrheit für die Teilnahme am weiteren Bewerbungsprozess erzielt. Ein kleiner Wermutstropfen: Herten, das als Austragungsort für Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen war, verfehlte die erforderliche Wahlbeteiligung und scheidet damit aus dem Konzept aus. Dieses kann jedoch noch bis zum 4. Juni angepasst werden.

Die Frage ist: Können diese positiven Signale in eine nachhaltige Sportkultur umgewandelt werden? Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Begeisterung für Olympia in Hamburg anhalten wird und ob Deutschland tatsächlich in der Lage ist, eine überzeugende Bewerbung vorzulegen.