Olympia-enttäuschung für österreich: kriechmayr verpasst medaille in bormio
- Olympia mailand cortina 2026: bittere abfahrt für das österreichische team
- Kriechmayr verpasst bronze knapp
- Klammer kritisiert fehler zum falschen zeitpunkt
- Von allmen triumphiert, italien jubelt
- Stelvio fordert ihren tribut
- Cheftrainer pfeifer sieht licht am ende des tunnels
- Letzte chance für kriechmayr im super-g?
Olympia mailand cortina 2026: bittere abfahrt für das österreichische team
Die Olympia-Abfahrt in Bormio endete für die österreichischen Skirennläufer mit einer herben Enttäuschung. Trotz eines starken Einsatzes konnte Vincent Kriechmayr als bester Österreicher lediglich den sechsten Platz belegen. Damit setzt sich die Durststrecke in der Königsdisziplin fort – der letzte Abfahrtssieg eines österreichischen Fahrers liegt bereits fast drei Jahre zurück.
Kriechmayr verpasst bronze knapp
Für Vincent Kriechmayr lief der Tag alles andere als ideal. Nur 27 Hundertstel Sekunden fehlten ihm auf eine Bronzemedaille. Ein Fehler in der Traverse kostete ihn wertvolle Zeit und verhinderte eine mögliche Podestplatzierung. "In der Traverse bin ich zu tief geworden. Dann fehlt dir im Mittelteil die Geschwindigkeit und ich verliere sechs Zehntel. Schade, ich hatte mir das sicher anders vorgestellt, aber es war schlussendlich zu wenig", erklärte Kriechmayr nach dem Rennen.

Klammer kritisiert fehler zum falschen zeitpunkt
Die österreichische Ski-Legende Franz Klammer, Olympiasieger von 1976, analysierte Kriechmayrs Fahrt im Gespräch mit der “Krone”: "Der Vinc hat an der falschen Stelle einen Fehler gemacht. Und wenn du eine Medaille holen willst, sind Fehler verboten." Die Enttäuschung war groß, nachdem eine erneute Medaille verpasst wurde.

Von allmen triumphiert, italien jubelt
Den Sieg in Bormio
feierte Franjo von Allmen aus der Schweiz. Italien jubelte ebenfalls über ein starkes Ergebnis, was die Konkurrenz für Österreich zusätzlich erhöht. Die italienischen Speed-Helden präsentierten sich in Topform und demonstrierten ihre Stärke.
Stelvio fordert ihren tribut
Auch die anderen österreichischen Fahrer hatten mit den schwierigen Bedingungen auf der Stelvio zu kämpfen. Raphael Haaser (15.) und Stefan Babinsky (26.) waren bereits im Vorfeld kaum chancenreich. Daniel Hemetsberger, der nach einem Sturz im Training mit Glück davonkam, zeigte kämpferischen Einsatz und belegte den siebten Platz. "Ich hätte gerne eine Medaille gehabt, aber man muss realistisch sein. Nach dem, was die letzten Tage passiert ist, muss ich froh sein, dass ich fahren konnte.", sagte Hemetsberger.
Cheftrainer pfeifer sieht licht am ende des tunnels
Trotz der aktuellen Krise im österreichischen Abfahrtsteam blickt Cheftrainer Marko Pfeifer optimistisch in die Zukunft. Er räumt ein, dass es ein strukturelles Problem gibt, betont aber gleichzeitig die Fortschritte bei den jüngeren Jahrgängen. "Wenn man auf die Jahrgänge 2008/2009 schaut, dominieren wir. Es wird gearbeitet, aber bis zur Weltspitze dauert es. Wir werden mit den Athleten, die wir zur Verfügung haben, geduldig weiterarbeiten.", so Pfeifer.
Letzte chance für kriechmayr im super-g?
Für Vincent Kriechmayr könnte das Super-G am Mittwoch die letzte Chance sein, eine olympische Medaille zu gewinnen. Er und Marco Schwarz haben in dieser Saison bereits Siege im Super-G gefeiert und liegen in der Weltcupwertung gut platziert. Die Konkurrenz, allen voran Marco Odermatt, ist jedoch stark.
- Vincent Kriechmayr: 6. Platz (Abfahrt)
- Raphael Haaser: 15. Platz
- Stefan Babinsky: 26. Platz
- Daniel Hemetsberger: 7. Platz
- Franjo von Allmen (SUI): 1. Platz
