Olympia-eklat: doping und nun curling-drama für italien

Doping-schatten und neue kontroverse

Der italienische Sport steht kurz vor den Olympischen Winterspielen 2026 im Fokus negativer Schlagzeilen. Nach dem Doping-Fall um Biathletin Rebecca Passler überschattet nun ein Eklat im Curling-Team die Vorfreude auf das Sportfest. Obwohl die Spiele erst am Freitagabend offiziell eröffnet werden, sorgen die Italiener bereits für Aufsehen.

Streit um olympia-teilnahme: romei ersetzt

Streit um olympia-teilnahme: romei ersetzt

Im Zentrum der aktuellen Kontroverse stehen die beiden Curling-Spielerinnen Angela Romei und Rebecca Mariani. Romei, eine etablierte Kraft im Team und Bronzemedaillengewinnerin der Europameisterschaft 2027, wurde überraschend aus dem Olympia-Kader gestrichen. An ihrer Stelle rückt die erst 19-jährige Mariani ins Team.

Ein platz, der fragen aufwirft

Die Entscheidung ist aus mehreren Gründen brisant. Mariani hat bisher noch keinen internationalen Wettkampf bestritten. Zudem fällt die Nominierung in den Verantwortungsbereich ihres Vaters, Marco Mariani, dem Technischen Direktor des italienischen Curling-Verbands. Die Frage nach Vetternwirtschaft liegt nahe.

Romei erhebt schwere vorwürfe

Angela Romei äußerte sich öffentlich verärgert über ihre kurzfristige Streichung. Sie habe von Marco Mariani lediglich telefonisch davon erfahren. „Wir hätten darüber von Angesicht zu Angesicht sprechen können“, kritisierte sie. Sie hätte zumindest eine datenbasierte Diskussion erwartet. Romei sieht die Entscheidung als gravierendes Fehlverhalten und hat den Fall bereits an den Internationalen Sportgerichtshof gebracht.

Der verband weist die anschuldigungen zurück

Romei argumentiert, dass sie fast zehn Jahre zur Nationalmannschaft gehört habe und sich gemeinsam mit dem Team auf die Spiele vorbereitet habe. Die plötzliche Streichung, nur einen Monat vor Beginn der Spiele, sei umso schmerzlicher. Sie sei durch ein „Mädchen“ ersetzt worden, das noch nie bei einem internationalen Wettbewerb für die A-Nationalmannschaft angetreten sei. Sie vermutet, dass sportliche Gründe nur vorgeschoben seien.

Technische entscheidung? romei zweifelt

„Wäre es eine technische Entscheidung gewesen, hätte man viel früher experimentieren und anschließend bewerten können – und die Gründe den direkt Betroffenen erklären können“, so Romei. Der italienische Verband wies die Vorwürfe jedoch zurück und betonte, die Entscheidung sei auf den sportlichen Leistungen des vergangenen Jahres basiert. Der Ausgang des Falls bleibt offen.

Weitere details im überblick

  • Datum des Vorfalls: 06.02.2026
  • Betroffene Sportart: Curling
  • Betroffene Athletinnen: Angela Romei, Rebecca Mariani
  • Verband: Italienischer Curling-Verband