Olympia-debakel für malinin: kasache shaidorov sensationell gold

Schock bei den olympischen winterspielen: malinin verspielt gold

Es sollte sein Triumph sein, doch für den US-amerikanischen Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin endete die Kür bei den Olympischen Winterspielen in Italien in einer herben Enttäuschung. Nach einer starken Leistung im Teamwettbewerb, bei dem er noch gewonnen hatte, offenbarte der 21-Jährige Nerven und patzerte in der Einzelkür, was ihm die erhoffte Goldmedaille kostete. Stattdessen jubelte Michail Shaidorov aus Kasachstan über den überraschenden Sieg.

Shaidorovs sensation und malinins absturz

Shaidorovs sensation und malinins absturz

Während Michail Shaidorov mit 291,58 Punkten die Konkurrenz hinter sich ließ, konnte Ilia Malinin mit nur 264,49 Punkten lediglich den achten Platz belegen. Eine bittere Pille für den Favoriten, der nach dem Kurzprogramm noch die Führung innehatte und viele Experten bereits einen neuen Weltrekord erwartet hatten. Yuma Kagiyama aus Japan sicherte sich die Silbermedaille mit 280,06 Punkten, gefolgt von seinem Landsmann Shun Sato (274,90 Punkte).

Der druck erdrückt malinin

„Favorit zu sein, ist das eine, aber es tatsächlich zu schaffen, es unter Druck umzusetzen und den Lauf deines Lebens zu zeigen, um diese Medaille zu verdienen, ist etwas ganz anderes“, hatte Malinin vor dem Kurzprogramm noch gesagt. Doch der Druck war offenbar zu groß. Er strauchelte bei mehreren Sprüngen, darunter auch beim technisch anspruchsvollen Vierfach-Axel, den er nur als einfachen Axel sprang. Es wäre die erste gelungene Ausführung dieses Sprungs bei Olympischen Spielen gewesen.

Witt staunt über malinins schwäche

Die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt zeigte sich in der ARD überrascht: „Dass der so auseinanderfällt, das hätte niemand erwartet.“ Malinin wirkte vor allem gegen Ende der Kür völlig ausgepumpt und konnte an seine frühere Stärke nicht anknüpfen. Die Fehler beim Rittberger und Salchow trugen ebenfalls zu seinem desaströsen Ergebnis bei.

Rückwärtssalto ohne erfolg

Obwohl Malinin – wie auch der Franzose Adam Siao Him Fa – den spektakulären Rückwärtssalto zeigte, der erst seit Ende 2024 wieder erlaubt ist, konnte er damit den Olympiasieg nicht erreichen. Dieser Sprung, der fast 50 Jahre lang verboten war, brachte ihm zwar Applaus, aber keine Medaille.

Kein deutscher teilnehmer

Ein deutscher Eiskunstläufer war bei den Winterspielen in Italien nicht am Start. Die Hoffnungen auf eine deutsche Medaille ruhten somit nicht auf diesen Wettbewerb. Die Enttäuschung für Ilia Malinin ist jedoch groß, da er als einer der klaren Favoriten ins Rennen gegangen war und nun leer ausgegangen ist.