Olympia-aus für katie uhlaender: cas weist einspruch zurück – vorwürfe der manipulation bleiben

Schock für katie uhlaender: kein olympia-ticket

Katie Uhlaender, die erfahrene US-Skeleton-Athletin, wird nicht an den Winterspielen in Mailand/Cortina (6. bis 22. Februar) teilnehmen dürfen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat ihren Einspruch gegen die Nicht-Qualifikation abgewiesen. Dies bedeutet einen schweren Rückschlag für die 41-Jährige, die auf die Teilnahme an ihren sechsten Olympischen Winterspielen gehofft hatte.

Der hintergrund: qualifikationsrennen in lake placid

Der hintergrund: qualifikationsrennen in lake placid

Uhlaender hatte zwar bei einem Rennen auf ihrer Heimstrecke in Lake Placid gewonnen, doch die kurzfristige Absage von vier kanadischen Starterinnen führte zu einem verkleinerten Teilnehmerfeld. Dadurch wurden nur 75 Prozent der Qualifikationspunkte vergeben, was ihre Chancen auf die Teilnahme an den Spielen erheblich schmälerten. Sie sah sich dadurch vorzeitig aus dem Rennen genommen.

Vorwürfe der wettbewerbsmanipulation

Uhlaender erhebt schwere Vorwürfe gegen den kanadischen Verband. Sie spricht von einer „offensichtlichen Wettbewerbsmanipulation“, da der Rückzug der vier Athletinnen taktisch motiviert gewesen sein könnte. Kanada hätte bei einer Teilnahme aller Starterinnen einen eigenen Olympia-Startplatz verlieren können. Der kanadische Verband wies die Vorwürfe jedoch zurück und begründete den Rückzug mit einem anstrengenden Wettkampfplan.

Cas sieht sich nicht zuständig

Der CAS begründete seine Entscheidung damit, dass er nur Streitigkeiten während der Spiele oder innerhalb der zehn Tage vor der Eröffnungsfeier behandeln kann. Der Streitfall sei jedoch „spätestens am 23. Januar“ entstanden, also außerhalb dieses Zeitrahmens. Das Panel stellte fest, dass die Ad-hoc-Abteilung des CAS für die Olympischen Spiele 2026 nur für Streitigkeiten eingerichtet wurde, die während der Spiele oder in den zehn Tagen zuvor entstehen.

Ermittlungen blieben ohne ergebnis

Sowohl der Internationale Bob- und Skeletonverband als auch Uhlaender selbst hatten Ermittlungen angestrengt, die jedoch keine konkreten Ergebnisse lieferten. Auch ein Antrag des US-Olympiakomitees, unterstützt von acht weiteren Ländern, auf eine Wildcard für Uhlaender stieß auf kein Gehör. Ein Schreiben an IOC-Präsidentin Kirsty Coventry blieb ebenfalls ohne Erfolg.

Uhlaenders enttäuschung

„Wäre dieses Rennen nicht manipuliert worden, würde ich mich jetzt darauf vorbereiten, die USA zu vertreten und Geschichte zu schreiben als erste Frau, die für unser Land an sechs Olympischen Winterspielen teilnimmt“, schrieb Uhlaender enttäuscht. Ihr Traum von der Teilnahme an ihren sechsten Olympischen Spielen ist damit geplatzt. Die Entscheidung des CAS ist endgültig.