Olympia und die fast vergessenen medaillen – schweizer ski-alpin-momente der enttäuschung
- Ein blick zurück auf verpasste chancen im schweizer ski-alpin
- Olympia 2022: justin murisier knapp am podest vorbei
- Ramon zenhäusern – silberglanz in pyeongchang 2018
- Lara gut-behrami und die verpasste goldmedaille in pyeongchang
- Wendy holdener – silber im slalom, gold im team
- Lara gut-behrami – vierte im super-g von sotschi 2014
- Olympisches ski-alpin-programm 2026 – ein ausblick
Ein blick zurück auf verpasste chancen im schweizer ski-alpin
Gold glänzt am hellsten, das steht fest. Doch die Olympischen Spiele sind mehr als nur ein Fest der Sieger. Auch für die Schweizer Ski-Alpin-Athleten gab es in der Vergangenheit Momente der großen Erfolge, aber eben auch bittere Enttäuschungen. Dieser Artikel beleuchtet die Rennen, in denen das Podest nur knapp verfehlt wurde und die sich bis heute in die Erinnerung eingebrannt haben. Wir werfen einen Blick auf die Olympischen Spiele von 2014, 2018 und 2022 und konzentrieren uns auf die zweiten und vierten Plätze, die so schmerzlich nah dran waren.

Olympia 2022: justin murisier knapp am podest vorbei
Die Olympischen Spiele 2022 in Peking waren die letzte Austragung der klassischen Olympiakombination. Justin Murisier übernahm in diesem Rennen die Schweizer Fahne, nachdem Loïc Meillard im ersten Durchgang wertvolle Zeit verloren und im Slalom ausgeschieden war. Murisier zeigte einen beherzten Auftritt, doch am Ende fehlten ihm lediglich 18 Hundertstel Sekunden auf die Bronzemedaille des Kanadiers James Crawford. Ein undankbarer vierter Rang, der die Enttäuschung deutlich spürbar machte.

Ramon zenhäusern – silberglanz in pyeongchang 2018
Ramon Zenhäusern sorgte bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang für eine Sensation im Slalom. Nach einem schwächeren ersten Durchgang, in dem er fast eine Sekunde auf die Spitze verlor, katapultierte er sich mit der zweitbesten Laufzeit im Finale auf das Podest und gewann die Silbermedaille. Sein anschließendes Interview beim ORF, in dem er von „birnenweich“ sprach, wurde zu einem legendären Moment abseits der Piste.
Lara gut-behrami und die verpasste goldmedaille in pyeongchang
Der Super-G in Pyeongchang 2018 ging als eines der verrücktesten Alpinrennen in die Geschichte ein. Die Snowboard-Weltmeisterin Ester Ledecká überraschte mit einer sensationellen Fahrt und sicherte sich überraschend Olympiagold. Lara Gut-Behrami, damals noch unter dem Namen Lara Gut startend, lag vor Ledeckás Lauf auf dem dritten Zwischenrang, doch am Ende fehlten ihr lediglich 12 Hundertstel Sekunden auf die Goldmedaille. Eine bittere Pille für die Tessinerin.
Wendy holdener – silber im slalom, gold im team
Wendy Holdener fuhr seit Jahren in derselben Ära wie Mikaela Shiffrin, was ihr den ganz großen Triumph oft verwehrte. Auch in Pyeongchang stand sie im Schatten der Amerikanerin. Im olympischen Slalom führte Holdener nach dem ersten Lauf mit 20 Hundertstel Vorsprung, doch Frida Hansdotter war im zweiten Durchgang um fünf Hundertstel schneller und sicherte sich die Goldmedaille. Trotzdem zeigte sich Holdener zufrieden: „Mein Ziel war eine Medaille – die habe ich.“ Dank des Team-Goldes war Olympia 2018 für Holdener ein voller Erfolg.
Lara gut-behrami – vierte im super-g von sotschi 2014
Im März 2014 gewann Lara Gut-Behrami ihre erste kleine Kristallkugel im Super-G. Die Olympischen Spiele in Sotschi sollten jedoch nicht ihr Rennen werden. Mit hohen Erwartungen an den Start gehend, belegte sie am Ende den vierten Rang und musste sich mit der „Ledermedaille“ begnügen. Nur 11 Hundertstel fehlten auf die drittplatzierte Nicole Hosp. Eine bittere Niederlage für die Tessinerin.
Olympisches ski-alpin-programm 2026 – ein ausblick
| Datum | Disziplin |
|---|---|
| 7.2. | Abfahrt Männer |
| 8.2. | Abfahrt Frauen |
| 9.2. | Team-Kombi Männer |
| 10.2. | Team-Kombi Frauen |
| 11.2. | Super-G Männer |
| 12.2. | Super-G Frauen |
| 14.2. | Riesenslalom Männer |
| 15.2. | Riesenslalom Frauen |
| 16.2. | Slalom Männer |
| 18.2. | Slalom Frauen |
