Olympia ohne frauen: nordische kombiniererin armbruster kritisiert ioc scharf

Olympia ohne frauen: nordische kombiniererin armbruster kritisiert ioc scharf

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Die Nordische Kombiniererin Nathalie Armbruster hat sich erneut eindringlich gegen die fehlende Teilnahme von Frauen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo ausgesprochen. Ihre Kritik richtet sich insbesondere gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC), dem sie mangelnde Transparenz vorwirft.

Eröffnungsfeier als schmerzhafte erfahrung

„Ich habe mir die Eröffnungsfeier angesehen, aber es hat sehr wehgetan, da zuzuschauen und zu wissen: Ich wäre da vor Ort und könnte meinen Kindheitstraum leben – aber ich darf es nicht. Und alles nur, weil ich eine Frau bin“, sagte die dreifache WM-Zweite am Sonntag im ZDF. Diese Aussagen verdeutlichen die tiefe Enttäuschung und den Frust der Athletin über die aktuelle Situation.

Nordische kombination: einzige disziplin ohne frauen

Nordische kombination: einzige disziplin ohne frauen

Die Nordische Kombination ist die einzige Sportart bei den Winterspielen, in der Frauen bisher nicht starten dürfen. Dies wird von vielen als ungerecht empfunden und steht im Widerspruch zum olympischen Gedanken der Gleichberechtigung. Armbruster beklagt, dass die Athletinnen nur wenig Informationen vom IOC erhalten. „Das Schlimme ist, dass wir sehr wenig vom IOC mitbekommen. Über die ganzen Hintergründe wissen wir sehr wenig Bescheid“, so die 20-Jährige.

Entscheidung im mai/juni erwartet

Im Mai oder Juni soll entschieden werden, ob Frauen ab 2030 an den Wettbewerben teilnehmen dürfen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Nordische Kombination ganz aus dem olympischen Programm gestrichen wird. Diese Unsicherheit belastet die Athleten und die gesamte Sportart.

Ioc betont universalität und leistungsbreite

Das IOC hat am Sonntag seine Kriterien für alle Sportarten erneut umrissen. Pierre Ducrey, der neue Sportdirektor des IOC, betonte: „Wir achten auf Universalität. Wir achten auf eine breite Streuung der Spitzenleistungen. Wir achten darauf, ob diese Sportart während und außerhalb der Spiele Beachtung findet.“ Diese Kriterien müssen nun von der Nordischen Kombination erfüllt werden, um ihre Zukunft in der olympischen Familie zu sichern.

„Wir fordern gerechtigkeit“

Armbruster geht erneut scharf mit dem IOC ins Gericht: „Wir fordern Gerechtigkeit!“ Die Sportart habe in der Vergangenheit vor Herausforderungen gestanden, sich aber seitdem weiterentwickelt. Diese Entwicklung sollte bei der Entscheidung über die Zukunft berücksichtigt werden. Es ist entscheidend, dass die Leistungen und das Engagement der weiblichen Athletinnen anerkannt werden.

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