Olympia mailand: japanische eiskunstläuferinnen dominieren kurzprogramm

Olympia mailand: japanische eiskunstläuferinnen dominieren kurzprogramm

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand hat das Kurzprogramm im Eiskunstlauf der Damen eine überraschende Wendung genommen. Ami Nakai und ihre japanische Teamkollegin Kaori Sakamoto haben die Favoritin Alysa Liu und die US-amerikanischen “Blade Angels” in den Schatten gestellt. Die japanische Dominanz deutet auf einen spannenden Wettbewerb im Freilauf am Donnerstagabend hin.

Nakai mit bestleistung

Ami Nakai zeigte eine beeindruckende Leistung und erreichte mit 78,71 Punkten eine neue persönliche Bestleistung. Ihr sauberer Dreifach-Axel war der Schlüssel zum Erfolg. Die dreifache Weltmeisterin Kaori Sakamoto, die bereits eine Bronzemedaille bei den letzten Winterspielen gewann, folgte knapp dahinter mit 77,23 Punkten. Sakamoto jagt die einzige Goldmedaille, die ihr bisher fehlt.

Liu hält anschluss

Liu hält anschluss

Alysa Liu sicherte sich mit 76,59 Punkten den dritten Platz und bleibt somit im Rennen um die Goldmedaille. “Ob ich sie schlage oder nicht, ist nicht mein Ziel”, erklärte Liu. “Ich möchte einfach meine Programme zeigen und meine Geschichte erzählen. Dafür muss ich nicht besser oder schlechter sein als jemand anderes.”

Enttäuschung für die “blade angels”

Enttäuschung für die “blade angels”

Die anderen US-amerikanischen Läuferinnen hatten einen schwierigen Tag. Isabeau Levito fiel in ihrer Schrittfolge zurück und landete mit 70,84 Punkten auf dem achten Platz. Amber Glenn, dreifache US-Meisterin, riskierte ihre Medaillenchancen durch einen Fehler bei einem Dreifach-Loop.

Petrosian überrascht

Petrosian überrascht

Für eine weitere Überraschung sorgte Adeliia Petrosian aus Russland, die als neutrale Athletin antrat. Sie zeigte eine beeindruckende Kür mit einem Medley von Michael Jackson-Hits und landete knapp hinter Kaori Sakamoto. Ihre Teilnahme war aufgrund des internationalen Verbots russischer Athleten nach dem Einmarsch in die Ukraine zunächst ungewiss.

Japanische dominanz und liu’s comeback

Japanische dominanz und liu’s comeback

Mit Mone Chiba, die ebenfalls eine starke Leistung zeigte (74,00 Punkte), haben die Japanerinnen drei Läuferinnen im Rennen um die Medaillen. Alysa Liu feierte nach einer Auszeit vom Eiskunstlauf ein erfolgreiches Comeback und hofft, die erste US-amerikanische Olympiasiegerin seit Sarah Hughes im Jahr 2002 zu werden. Sie betonte, wie wichtig es für sie ist, die Sportart auf ihre eigenen Bedingungen ausüben zu können und sich in ihrer Haut wohlzufühlen.

Liu’s selbstvertrauen und die vorfreude auf den freilauf

“Ich kann gar nicht beschreiben, wie anders alles ist”, sagte Liu. “Die Tatsache, dass meine Familie und Freunde hier sind, dass es keine COVID-Beschränkungen gibt und dass ich Programme liefere, auf die ich stolz bin, ist unglaublich. Ich bin super selbstbewusst, nicht nur beim Skaten, sondern in allem, was ich tue.” Die Vorfreude auf den Freilauf am Donnerstagabend ist groß, bei dem sich zeigen wird, ob die japanische Dominanz anhalten wird oder Alysa Liu ihre Chance auf Gold nutzen kann.