Olympia: ioc teilt einnahmen mit athleten – 10.000 dollar pro teilnahme!
Ein Erdbeben im Olympischen Komitee: Nach 132 Jahren teilt das IOC erstmals direkt seine Einnahmen mit den Athleten. Die überraschende Entscheidung, bei der jüngsten Vollversammlung in Lausanne gefasst, könnte die Zukunft des Spitzensports nachhaltig verändern.

Neuer fonds für olympiasieger und -teilnehmer
Konkret geht es um einen „Fit for the Future Olympian Grant“ in Höhe von 10.000 US-Dollar pro Teilnahme an den Olympischen Spielen. Bereits Sportler, die an den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo teilnehmen, können diesen Zuschuss beantragen. Ein Fonds mit einem Volumen von 140 Millionen US-Dollar pro Olympiade soll die sportliche Laufbahn oder den Übergang in die berufliche Karriere nach dem Sport unterstützen.
Pau Gasol, der ehemalige Weltklasse-Basketballer und derzeitige Vorsitzende der IOC-Athletenkommission, präsentierte die Initiative. „Es geht darum, den Weg und den Einsatz zu würdigen, die nötig sind, um Olympionike zu werden“, betonte Gasol, und machte deutlich, dass es sich nicht um ein Preisgeld im herkömmlichen Sinne handelt.
Die Reaktion der Athleten ist gemischt. Während die zweifache Schwimm-Olympiasiegerin Coventry (Simbabwe) die Idee lange Zeit skeptisch gegenüberstand, zeigte sie sich nun begeistert: „Das ist schon seit vielen Jahren ein Gesprächsthema, und ich bin außerordentlich stolz darauf, dass wir dies nun umsetzen können.“
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die befürchten, dass die neue Regelung den Druck auf Athleten erhöhen könnte, Leistung zu zeigen, um die finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die Bedingungen für die Beantragung sind klar: Athleten dürfen nicht gegen Anti-Doping-Bestimmungen, den Ethikkodex des IOC, die Teilnahmebedingungen oder die Olympische Charta verstoßen haben.
Das IOC arbeitet nun an der Ausarbeitung des Antrags- und Auszahlungsverfahrens, mit dem Ziel, diesen noch im laufenden Jahr für die Spiele in Mailand/Cortina 2026 zu öffnen. Die ersten Zahlungen werden voraussichtlich 2027 erfolgen. Ein mutiger Schritt, der das IOC und den internationalen Sport vor neue Herausforderungen stellt – und Athleten weltweit hoffen lässt.
