Olympia in mailand: zwischen mode, espresso und fehlender stimmung

Olympische spiele in der mailänder realität

Mailand, die italienische Modemetropole, ist aktuell einer der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele. Doch wer sich hier auf der Straße bewegt, spürt wenig von der erwarteten olympischen Atmosphäre. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 15 Grad Celsius leben die Mailänder ihren Alltag, während Touristen vor dem beeindruckenden Dom posieren. Ein Stimmungsbericht von TSV Pelkum Sportwelt.

Ein alltag wie jeder andere

Ein alltag wie jeder andere

Die Piazza del Duomo wimmelt von Menschen, die ihren Espresso in Straßencafés genießen. Von den Spielen ist kaum etwas zu spüren. Zwar ist Mailand mit vier Eishallen Gastgeber der Eiskunstlauf-, Shorttrack-, Eisschnelllauf- und Eishockeywettbewerbe, doch das sportliche Großereignis scheint im täglichen Leben kaum präsent zu sein. Zwischen Designertaschen und „La Dolce Vita“ geht der olympische Geist fast verloren.

Der megastore als einziger sichtbarer hinweis

Im Zentrum Mailands deutet ein großes blaues Zelt vor dem Dom auf die Spiele hin. Hier befindet sich der Megastore, der auf 1200 Quadratmetern offizielle Fanartikel verkauft. Doch auch hier ist Geduld gefragt, denn die Schlange ist endlang. Olympia wird hier vor allem als Merchandising-Erlebnis sichtbar.

Dezente zeichen in der galleria vittorio emanuele

Auch in der prunkvollen Galleria Vittorio Emanuele bleibt der Hinweis auf die Spiele dezent. Ein kleines Fensterbild mit den Olympischen Ringen unter der imposanten Glaskuppel erinnert lediglich an Mailands Rolle als Co-Gastgeberstadt. In den umliegenden Straßen finden sich vereinzelt Olympiaplakate, die jedoch im geschäftigen Treiben untergehen.

Die fanzone: ein hauch von olympia

In der Fanzone ist zum ersten Mal etwas mehr olympisches Flair zu spüren, vor allem durch die vielen Eishockeytrikots aus aller Welt. Dennoch unterscheidet sich das Gefühl kaum von einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Das besondere, alles überlagernde Gefühl eines außergewöhnlichen Sportereignisses bleibt auch hier aus.

Das olympische feuer am arco della pace

Am Arco della Pace, dem Friedensbogen, brennt seit der Eröffnungsfeier das olympische Feuer. In einer kleinen Glaskuppel umgeben von Metallstangen zieht es viele Besucher an. Doch aufgrund der Größe und der eingeschränkten Sichtbarkeit wirkt der Schauplatz eher funktional als monumental.

Ein randereignis im mailänder stadtleben

Eine spürbare Identifikation mit den Spielen ist in Mailand kaum wahrnehmbar. Die Spiele wirken wie ein Randereignis inmitten des alltäglichen Stadttrubels. Sowohl das berühmte olympische Flair als auch der olympische Geist sind in den Straßen Mailands vergeblich zu suchen. Die Stadt bleibt ihrem eigenen Rhythmus treu, und kaum jemand ahnt, dass gerade die Welt zu Gast ist.