Olympia eiskunstlauf: hocke/kunkel trotz begeisternder leistung unterbewertet – ard-kommentator außer sich
- Enttäuschung nach kurzprogramm: hocke und kunkel mit fragwürdiger bewertung
- Frenetischer applaus, niedrige punktzahl: der kontrast
- Ard-kommentator daniel weiss: „eine krasse fehlentscheidung“
- Subjektivität der bewertung: ein wiederkehrendes problem
- Hocke und kunkel reagieren gelassen, äußern aber kritik
- „Wir schließen uns leider an“: kunkel äußert sich zur fragwürdigen bewertung
- Die kür steht bevor: hase und volodin als goldfavoriten
Enttäuschung nach kurzprogramm: hocke und kunkel mit fragwürdiger bewertung
Mailand – Die deutschen Eiskunstläufer Annika Hocke und Robert Kunkel sorgten bei ihrem Olympia-Auftritt mit einer mitreißenden Kür für Begeisterung. Trotzdem erhielten sie mit 67,52 Punkten eine überraschend niedrige Bewertung, die für heftige Kritik sorgte. Während Minerva Hase und Nikita Volodin mit 80,01 Punkten ihre Goldmedaillen-Ambitionen untermauern, ist die Entscheidung für Hocke und Kunkel auf Unverständnis gestoßen.

Frenetischer applaus, niedrige punktzahl: der kontrast
Das Berliner Paar zeigte eine beeindruckende Leistung zur Musik von Lady Gaga, inklusive spektakulärer Sprungvarianten. Die Milano Ice Skating Arena tobte. Nach dem letzten Element zeigten Hocke und Kunkel überschwängliche Freude und Erleichterung. Doch die angezeigten 67,52 Punkte ließen die Euphorie schnell verfliegen. Die Diskrepanz zwischen Publikumseindruck und Wertung war enorm.
Ard-kommentator daniel weiss: „eine krasse fehlentscheidung“
Daniel Weiss, der ARD-Kommentator, zeigte sich fassungslos: „Nur vierter Platz. Puh, also das finde ich jetzt echt ungewöhnlich. Kanada, China, USA vor Annika Hocke und Robert Kunkel. Sorry, das ist aus meiner Sicht eine krasse Fehlentscheidung.“ Er fügte hinzu: „Sorry, kann ich nicht nachvollziehen.“ Auch nach der Kür des britischen Paares Anastasia Vaipan-Law und Luke Digby blieb Weiss verärgert.
Subjektivität der bewertung: ein wiederkehrendes problem
Weiss monierte, dass dies nicht das erste Mal bei diesen Olympischen Spielen sei, dass die Punktevergabe Fragen aufwerfe. Er betonte die Schwierigkeit für die Athleten, unter solchen Umständen fair bewertet zu werden: „Da hast du als Eiskunstläufer einfach keine Chance. Da sind Menschen an der Bande, die zwar die ganzen Regeln gelernt haben. Aber am Ende ist es trotzdem eine subjektive Bewertung, was die Programmkomponenten betrifft.“
Hocke und kunkel reagieren gelassen, äußern aber kritik
Trotz der Enttäuschung versuchten Annika Hocke und Robert Kunkel im Interview einen sachlichen Ton zu wahren. „Wir freuen uns. Es war schon unser Wunsch, die 70 mal zu knacken, aber mit der Leistung sind wir sehr zufrieden. Wir hatten eine super Zeit zusammen, und das war das Wichtigste für heute“, erklärte Hocke. Kunkel sprach von „Politik im Hintergrund“ und fügte hinzu: „Es ist halt auch ein sehr subjektiver Sport, man kann es in die eine oder in die andere Richtung auslegen.“
„Wir schließen uns leider an“: kunkel äußert sich zur fragwürdigen bewertung
Robert Kunkel bestätigte, dass es in den vergangenen Tagen bereits zu hinterfragwürdigen Entscheidungen gekommen sei. „Und ja, wir schließen uns leider an“, so Kunkel. Er betonte, dass jeder im Hintergrund seine eigenen Ziele verfolge und dass es wichtig sei, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Die beiden Athleten zeigten sich trotz der Umstände kämpferisch und fokussiert auf die kommenden Wettbewerbe.
Die kür steht bevor: hase und volodin als goldfavoriten
Während Hocke und Kunkel mit Platz elf vor einer großen Herausforderung stehen, gehen Minerva Hase und Nikita Volodin als Favoriten in die Kür am Montagabend (ab 20 Uhr im LIVETICKER). Mit ihren 80,01 Punkten im Kurzprogramm haben sie sich eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet, um um die Goldmedaille mitzukämpfen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die beiden deutschen Paare in der Kür präsentieren werden.
