Olympia bormio: von allmen triumphiert mit überraschungspartner, dsv-team verpasst medaille

Olympia-enttäuschung und überraschungssieg in bormio

Bormio/Italien – Bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination in Bormio reichte es für das deutsche Duo Simon Jocher und Linus Straßer knapp nicht zum erhofften Podestplatz. Während das Schweizer Team um Franjo von Allmen mit einer unerwarteten Partnerkonstellation Gold feierte, blieb das DSV-Team mit Platz zehn hinter den Erwartungen zurück. Ein spannendes Finale mit einigen Überraschungen und dramatischen Wendungen sorgte für Hochspannung.

Jocher und straßer verpassen die medaille

Nach einer soliden Abfahrt von Simon Jocher lag das DSV-Team zur Halbzeit zwar im Rennen, doch Linus Straßer konnte den Rückstand von über einer Sekunde auf das Führungsteam im Slalom nicht aufholen. Seine Slalomzeit reichte lediglich für Platz elf. Am Ende fehlten dem deutschen Duo 0,70 Sekunden auf den dritten Platz. Trotz aller Anstrengung und Kampfgeist konnte das Duo die Mini-Chance auf eine Medaille nicht nutzen.

Überraschungssieg für von allmen und nef

Überraschungssieg für von allmen und nef

Die größte Überraschung des Tages war der Sieg des Schweizer Teams Franjo von Allmen und Tanguy Nef. Während von Allmen bereits Abfahrts-Weltmeister und Olympiasieger ist, überraschte Nef mit der schnellsten Slalomzeit des Wettbewerbs. Damit wiederholten die Schweizer das Gold-Double der WM 2025, allerdings in unerwarteter Besetzung. Von Allmen hatte in der Abfahrt lediglich den vierten Platz belegt.

Silber an österreich, enttäuschung für die schweiz

Silber an österreich, enttäuschung für die schweiz

Die Silbermedaille ging an Österreich 1 mit Vincent Kriechmayr und Manuel Feller. Feller erzielte im Slalom die zweitbeste Zeit. Das hochfavorisierte Team Schweiz 1 mit Marco Odermatt und Loic Meillard landete auf dem dritten Platz, nachdem Meillard im Slalom eine enttäuschende Leistung ablieferte. Beide Teams profitierten auch von einem Fehler von Alex Vinatzer aus Italien.

Italienischer traum geplatzt

Das italienische Team verpasste ebenfalls eine Medaille. Nach einer starken Abfahrt von Giovanni Franzoni, dem Olympia-Zweiten, vergab Alex Vinatzer die Halbzeitführung mit einem fehlerhaften Slalom. Damit war für Italien 1 der Traum von einer Medaille geplatzt. Die Enttäuschung war groß, insbesondere da die italienischen Athleten mit hohen Erwartungen an den Wettkampf gegangen waren.

Straßers fazit: mehr war drin

Linus Straßer zeigte sich nach dem Finale enttäuscht, gab aber zu, dass mehr möglich gewesen wäre. „Ich bin sehr gut reingekommen“, sagte der WM-Dritte im ARD, „aber im flacheren Schlussteil ging dann nichts mehr.“ Er betonte die Notwendigkeit, im Slalom am Limit zu fahren und Fehler zu vermeiden. „Da darfst du dir keine Fehler erlauben.“

Die Ergebnisse im Überblick:

RangTeamZeit
1Schweiz (Von Allmen/Nef)1:58.23
2Österreich 1 (Kriechmayr/Feller)1:59.22
3Schweiz 1 (Odermatt/Meillard)1:59.21
10Deutschland (Jocher/Straßer)2:00.00