Olympia 2026: ukrainischer skeleton-fahrer heraskewytsch klagt disqualifikation an
- Kontroverse um helm-aktion: ukrainischer skeleton-fahrer zieht vor cas
- Der hintergrund der disqualifikation
- Heraskewytschs forderungen an den cas
- Ioc gibt akkreditierung zurück – zugeständnis nach gespräch
- Zeitlicher druck: wettkämpfe in cortina d’ampezzo
- Heraskewytschs argumentation: unverhältnismäßige strafe
- Weitere interessante entwicklungen bei olympia mailand cortina 2026
Kontroverse um helm-aktion: ukrainischer skeleton-fahrer zieht vor cas
Wladyslaw Heraskewytsch, der ukrainische Skeleton-Athlet, hat Einspruch gegen seine Disqualifikation von den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand Cortina eingelegt. Er ficht die Entscheidung vor der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) an. Der Vorfall dreht sich um einen Helm, den Heraskewytsch tragen wollte, welcher Porträts ukrainischer Athleten zierte, die im Krieg ihr Leben verloren haben.

Der hintergrund der disqualifikation
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die Verwendung des Helms als Verstoß gegen die Olympische Charta und die Richtlinien für den Ausdruck von Athleten bewertet. Heraskewytsch war bereits zuvor darüber informiert worden, dass er bei Tragen des Helms nicht am Wettbewerb teilnehmen dürfe, hatte sich aber dennoch entschieden, den Helm zu tragen. Er hatte den Helm bereits während der Trainingsläufe verwendet.

Heraskewytschs forderungen an den cas
Der 27-jährige Heraskewytsch beantragt die Aufhebung der Entscheidung der Jury des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes (IBSF). Darüber hinaus verlangt er als einstweilige Maßnahme entweder die sofortige Wiederzulassung zu den Olympischen Spielen oder die Durchführung eines offiziellen Laufs unter Aufsicht des CAS, bevor die endgültige Entscheidung im Wettbewerb fällt. Der CAS hat bereits einen Einzelrichter ernannt, der die Angelegenheit „dringend prüfen“ soll.
Ioc gibt akkreditierung zurück – zugeständnis nach gespräch
Nach einem „äußerst respektvollen Gespräch“ mit Heraskewytsch hat das IOC Präsidentin Kirsty Coventry angewiesen, die Disqualifikation der Akkreditierung des Athleten ausnahmsweise zu überdenken. Dieser Bitte wurde stattgegeben. Heraskewytsch darf nun weiterhin im Olympischen Dorf wohnen und die Wettkämpfe verfolgen. Dies ist ein deutliches Zeichen der Entspannung in der Situation.
Zeitlicher druck: wettkämpfe in cortina d’ampezzo
Der Zeitplan drängt, da die ersten beiden Läufe bereits im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo ausgetragen wurden. Die letzten beiden Läufe sind für Freitagabend geplant. Der CAS erwartet zunächst einen „operativen Beschluss“, also eine Entscheidung ohne detaillierte Begründung. Einen genauen Zeitrahmen für eine Entscheidung konnte der CAS zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht nennen.
Heraskewytschs argumentation: unverhältnismäßige strafe
Laut CAS argumentiert Heraskewytsch, dass der Ausschluss unverhältnismäßig sei, nicht auf technischen oder sicherheitstechnischen Verstößen beruhe und ihm einen irreparablen sportlichen Schaden zufüge. Er betont, dass seine Aktion eine Geste des Gedenkens an gefallene ukrainische Athleten sei und keine politische Botschaft im Sinne der Olympischen Charta darstelle. Die Situation bleibt angespannt und die Entscheidung des CAS wird mit Spannung erwartet.
Weitere interessante entwicklungen bei olympia mailand cortina 2026
- Halbzeit im Eiskanal: Deutsche Skeletonis auf Medaillenkurs (SID)
- Bahnrekord verbessert: Weston durchbricht Schallmauer (Eurosport)
