Olympia 2026: murisier kritisiert system – zu viele 'exoten' im ski-alpin?

Olympia-aus für murisier: frustration über das aktuelle system

Justin Murisier, der Schweizer Ski-Alpin-Fahrer, sieht sich trotz guter Form nicht für die Olympischen Spiele in Mailand Cortina 2026 qualifiziert. Nur acht Hundertstel fehlten ihm auf die Selektionskriterien, was ihn, verstärkt durch Knieprobleme, hart trifft. Doch seine Kritik richtet sich nicht nur gegen die eigenen Selektionsrichtlinien, sondern auch gegen das gesamte System, das es vermeintlichen 'Exoten' ermöglicht, an den Start zu gehen, ohne konkurrenzfähig zu sein.

„Keine gute werbung für unseren sport“

„Keine gute werbung für unseren sport“

„Das ist keine gute Werbung für unseren Sport“, so Murisier gegenüber Eurosport. Er hatte sich ursprünglich vorgenommen, die Spiele nicht zu verfolgen, konnte sich dann aber doch nicht zurückhalten. Was ihn besonders traurig macht, ist der geringe Wettbewerb in einigen Disziplinen. „Es macht mich traurig, wenn in der Abfahrt gerade mal 34 Rennfahrer am Start stehen, von denen höchstens 25 richtig gut Skifahren können“, beklagt der Abfahrtssieger von Beaver Creek 2024.

Weltmeister straßer stimmt murisier zu: „fast schon respektlos“

Weltmeister straßer stimmt murisier zu: „fast schon respektlos“

Auch andere Athleten teilen Murisiers Bedenken. Sebastian Foss-Solevåg, der Weltmeister im Slalom, bezeichnete die Situation als „fast schon respektlos“ gegenüber den Top-Fahrern, die zu Hause bleiben müssen, während weniger konkurrenzfähige Athleten teilnehmen dürfen. Es sei unakzeptabel, dass potenzielle Goldmedaillengewinner zusehen müssen, wie andere teilnehmen, die kaum eine Chance haben.

Murisiers vorschlag: regeländerung für mehr fairness

Um das Problem zu lösen, schlägt Murisier eine Regeländerung vor: „Vor diesen Exoten müssten die Top 30 in der Weltrangliste ins Rennen gehen.“ Er verweist auf die deutlichen Unterschiede im Leistungsniveau. Im Weltcup lägen die Top 30 oft innerhalb von zweieinhalb Sekunden, während im Olympia-Slalom der Dreißigste über acht Sekunden Rückstand hatte. Dies zeige, dass das System nicht optimal sei.

Olympische regeln und die folgen für top-fahrer

Die olympischen Regeln sehen vor, dass jeder Verband maximal elf Alpin-Athleten pro Geschlecht nominieren darf. In Ländern mit starker Konkurrenz, wie der Schweiz, führt dies dazu, dass auch Top-Fahrer auf der Streichliste landen. Murisier betont: „Das ist nicht im Sinne des Sports.“ Ein Beispiel ist der Ire Cormac Comerford, der in der Abfahrt mit über zwölf Sekunden Rückstand ins Ziel kam.

Weitere themen und aktuelle entwicklungen

Neben Murisiers Kritik gibt es weitere interessante Entwicklungen im Ski-Alpin. Katharina Aicher träumt plötzlich von der Abfahrtskristallkugel, und Lindsey Vonn gab tiefe Einblicke in ihre Karriere und die schweren Verletzungen, die sie erlitten hat. Die Vorfreude auf Olympia 2026 in Mailand Cortina steigt, doch die Debatte um die Fairness des Systems wird weitergehen.

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