Olimpia-rückkehr nach cortina: ein ruder-olympiasieger tauscht wasser gegen schnee

Ein ungewöhnlicher ort der begegnung: casa italia

Cortina d'Ampezzo – Eine ungewöhnliche Geschichte nimmt ihren Lauf in Casa Italia, dem Treffpunkt der italienischen Sportler. Dort trifft man auf Nicola Sartori, einen ehemaligen Ruderer und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2000 in Sydney. Seine Geschichte ist ein Beweis dafür, dass sportliche Erfolge nicht zwangsläufig ein Leben lang im Rampenlicht bedeuten.

Erinnerungen an sydney: kampf bis zur erschöpfung

Erinnerungen an sydney: kampf bis zur erschöpfung

„Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir mit Giovanni Calabrese die Ziellinie überquerten. Bronze! Sofort verschwamm mir die Sicht vor Augen, ich war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren,“ erzählt Sartori. „Im Rudern ist es so: Nach dem Rennen schwankt man zwischen dem Gefühl, zusammenzubrechen und dem Drang, sofort wieder anzufangen, so viel Energie steckt in einem.“

Der wendepunkt nach dem erfolg

Der wendepunkt nach dem erfolg

Nach dem Gewinn der Medaille und dem Weltmeistertitel 2001 kam der unerwartete Entschluss: „Ich wollte etwas anderes im Leben. Nach Jahren der strengen Planung und Kontrolle durch andere, wollte ich wieder selbstbestimmt sein. Die Zeit im Olympischen Dorf war zwar unbeschreiblich, aber ich brauchte Veränderung,“ so Sartori.

Von cremona in die alpen

Von cremona in die alpen

Sartori, aufgewachsen am Fluss Po in Cremona, verbrachte seine aktive Zeit im Rudern in Sabaudia und Piediluco. Doch die Sehnsucht nach einem neuen Lebensweg führte ihn in die Berge. Dank seiner Fähigkeiten im Skifahren konnte er einen Platz im alpinen Rettungsdienst ergattern. Sein erster Einsatz führte ihn nach Cortina d'Ampezzo, wo er auch seine Lebensgefährtin kennenlernte.

Vom ruderer zum skilehrer

Vom ruderer zum skilehrer

„Ich arbeitete einige Jahre als Rettungskräfter auf der Piste, trainierte aber parallel, um Skilehrer zu werden. Schließlich bestand ich die Prüfung und verließ die Polizei, um mich Vollzeit als Skilehrer zu betätigen,“ erklärt Sartori. Doch die Erinnerungen an seine Zeit im Rudern sind noch immer lebendig.

Ein leben ohne rudern?

„Nach der Weltmeisterschaft 2001 bin ich nie wieder in ein Boot gestiegen. Ich brauchte eine Auszeit und widmete mich anderen Sportarten, insbesondere dem Radfahren. Später fehlten mir aber die Gelegenheiten,“ gesteht Sartori. Dennoch betont er: „Das Rudern ist und bleibt mein Lieblingssport, es hat mir alles gegeben.“

Cortina: ein unübertroffener ort

Bezüglich der Schönheit der Tofane-Berge stimmt Sartori der Meinung von Sofia Goggia zu: „Diese senkrechten Felsen, die man beim Skifahren fast berühren kann, sind atemberaubend. Ich habe tausende Fotos von diesen Bergen gemacht, sowohl im Winter als auch im Sommer.“ Sein Fazit zu den Spielen in Cortina ist eindeutig: „Mit allem Respekt vor anderen Austragungsorten sind diese Olympischen Spiele in einem außergewöhnlichen, magischen Ort. Alle Athleten und Freiwilligen werden sich ein Leben lang an dieses Event erinnern.“