Olimpiade in mailand-cortina: eine ungewöhnliche geschichte hinter der medaille
- Olimpiade in mailand-cortina: eine ungewöhnliche geschichte hinter der medaille
- Der triumph von sydney und die nachfolgende entscheidung
- Das leben nach dem ruhm: ein neuanfang
- Warum rudern? die wurzeln in cremona
- Der weg nach cortina: ein überraschender wechsel
- Vom ruderer zum skilehrer: ein neuer beruf
- Die rückkehr aufs wasser?
- Mit 50 jahren: die leidenschaft für den sport
- Cortina als perfekte olympiastadt
Olimpiade in mailand-cortina: eine ungewöhnliche geschichte hinter der medaille
cortina d'Ampezzo – Eine olympische Medaille im Rudern und die Winterspiele in cortina? Auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber die Verbindung findet sich in Casa Italia. Dort trifft man Nicola Sartori, einen ehemaligen Ruderer, der seinen Weg auf die italienischen Alpen gefunden hat, und der kurz vor seinem 50. Geburtstag steht.
Der triumph von sydney und die nachfolgende entscheidung
"Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir mit Giovanni Calabrese die Ziellinie überquerten. Bronze! Im selben Augenblick verschwamm mir die Sicht vor Erschöpfung, ich hätte fast das Bewusstsein verloren," erzählt Sartori. "Nach dem Rennen ist man zwischen dem Zusammenbrechen und dem Gefühl, sofort wieder losrudern zu können, hin- und hergerissen. Die Energie ist überwältigend." Doch was geschah nach dem Gewinn der Medaille?

Das leben nach dem ruhm: ein neuanfang
"Die Journalisten, die Umarmungen mit dem Team, die Dopingkontrolle und das Gewicht des Bootes. Aber vor allem die Rückgewinnung der eigenen Zeit, nach Jahren, in denen alles von anderen geplant und strukturiert wurde," reflektiert Sartori. "Nach dem Hotelaufenthalt zur Vermeidung von Ablenkungen verbrachten wir drei Tage im Olympischen Dorf – einfach unglaublich!"

Warum rudern? die wurzeln in cremona
"Ich komme aus Cremona und bin am Po bei Bissolati aufgewachsen. Als ich zum blauen Team und zu Fiamme Oro stieß, verbrachte ich mein Leben zwischen den Zentren in Sabaudia und Piediluco. Im olympischen Jahr erinnere ich mich an drei Wochen dort und eine Woche zu Hause, bis zu den Spielen. Danach viele Rennen in der Lombardei an den Seen Varese, Gavirate, am Lago Maggiore und am Idroscalo.", so Sartori.

Der weg nach cortina: ein überraschender wechsel
"Nach der Medaille in Sydney und der Weltmeisterschaft 2001 beschloss ich, mein Leben zu ändern. Trotz der Enttäuschung, die ich Verband und Fiamme Oro bereitete, erlaubte mir die Polizei, etwas Zeit zum Nachdenken zu haben. Schließlich entschied ich mich, bei der Polizei zu bleiben, und da ich auch gut Ski fahren konnte, legte ich die Prüfung für den Beitritt zur alpinen Rettung ab. Meine erste Aufgabe erhielt ich in Cortina, und da ich hier auch meine Partnerin kennenlernte, bin ich nicht mehr weggegangen.", erklärt Sartori.

Vom ruderer zum skilehrer: ein neuer beruf
"Ich arbeite als Skilehrer. Einige Jahre lang war ich als Retter auf der Piste tätig, aber gleichzeitig trainierte ich, um Skilehrer zu werden, und schließlich bestand ich die Prüfung. Danach verließ ich die Polizei und lebe jetzt als Skilehrer in Vollzeit.", erzählt er.
Die rückkehr aufs wasser?
"Nach der Weltmeisterschaft 2001 bin ich nie wieder in ein Boot gestiegen. Einige Jahre lang verspürte ich eine Art Abneigung und zog es vor, mich anderen Sportarten zu widmen, insbesondere dem Radfahren. Später fehlten mir aber die Gelegenheiten.", gibt Sartori zu.
Mit 50 jahren: die leidenschaft für den sport
"Ich würde immer noch das Rudern sagen, es hat mir alles gegeben.", antwortet er auf die Frage nach seinem Lieblingssport. Bezüglich der Tofane, die von Sofia Goggia als die schönsten Berge gepriesen werden, ist er sich einig: "Diese vertikalen Felsen, die man beim Skifahren fast berühren kann, sind sensationell. Zwischen Winter und Sommer habe ich Tausende von Fotos von diesen Bergen gemacht.", schwärmt er.
Cortina als perfekte olympiastadt
"Mit allem Respekt vor anderen Orten, die die Olympischen Spiele ausgerichtet haben, ist ein so schöner und magischer Ort unübertroffen. Alle Athleten und Freiwilligen werden sich an dieses Ereignis ein Leben lang erinnern.", schließt Nicola Sartori.
