Oftebro triumphiert in val di fiemme – deutsche kombinierer enttäuschen
- Norwegischer sieg bei olympia-auftakt der nordischen kombination
- Spannendes finale um die goldmedaille
- Enttäuschende leistung der deutschen kombinierer
- Geigers rückfall und rydzeks bestes ergebnis
- Springen als ausgangspunkt für die enttäuschung
- Geiger gibt zu: „definitiv nicht in topform“
- Deutsche tradition in fleimstal – ein blick zurück
- Ergebnisse im überblick
Norwegischer sieg bei olympia-auftakt der nordischen kombination
Jens Luraas Oftebro aus Norwegen hat sich die erste Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Val di Fiemme in der Nordischen Kombination gesichert. Der Gundersen-Wettbewerb endete mit einem knappen Vorsprung auf die Konkurrenz. Die deutschen Athleten konnten sich hingegen nicht in den Kampf um die Medaillen einbringen und blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Spannendes finale um die goldmedaille
Im Endspurt setzte sich der Skandinavier gegen den Österreicher Johannes Lamparter (+1,0 Sekunden) durch. Den dritten Platz belegte der Finne Eero Hirvonen (+2,5 Sekunden) und komplettierte somit das Podest. Das Rennen war bis zum Schluss spannend und bot den Zuschauern ein dramatisches Finish.
Enttäuschende leistung der deutschen kombinierer
Für das deutsche Team verlief der Wettkampf enttäuschend. Vinzenz Geiger, mit einer halben Minute Rückstand auf den estnischen Führenden Kristjan Ilves in den Lauf gegangen, zeigte zunächst eine kämpferische Leistung, verlor aber auf der letzten Runde entscheidend den Anschluss. Am Ende wurde er noch von Johannes Rydzek (+1:09) überholt.
Geigers rückfall und rydzeks bestes ergebnis
Geiger landete schließlich auf dem zehnten Platz (+1:52), während Julian Schmid mit einem Rückstand von 2:56 Minuten als 14. ins Ziel kam. Rydzek konnte als bester deutscher Teilnehmer mit dem achten Platz zumindest noch ein akzeptables Ergebnis erzielen. Die Formkurve der deutschen Athleten scheint aktuell nicht optimal zu sein.
Springen als ausgangspunkt für die enttäuschung
Geiger hatte nach dem
Sprung von der Normalschanze auf 98,0 m als Siebter mit nur 29 Sekunden Rückstand auf Ilves den Langlauf über 10 km begonnen. Oftebro startete direkt vor ihm. Rydzek und Schmid lagen auf den Plätzen zwölf und 13 eine knappe Viertelminute hinter Geiger. Die Sprungleistung war somit ausschlaggebend für die spätere Entwicklung des Rennens.Geiger gibt zu: „definitiv nicht in topform“
„Ich war heute definitiv nicht in Topform“, gestand Geiger im Anschluss im ARD-Interview. Er zeigte sich jedoch kämpferisch und kündigte an, in den kommenden Wettbewerben im Fleimstal wieder angreifen zu wollen. „Ich hab ja nochmal zwei Chancen und werde wieder angreifen“. Die kommenden Tage werden zeigen, ob das deutsche Team seine Form noch verbessern kann.
Deutsche tradition in fleimstal – ein blick zurück
Der kleine Bakken in Olympia gilt traditionell als deutsche Domäne. Zuvor hatten bereits Georg Hettich (2006), Eric Frenzel (2014, 2018) und Geiger Gold gewonnen. Auch in der Vergangenheit waren deutsche Athleten hier erfolgreich, wie beispielsweise Georg Thoma, Franz Keller und Ulrich Wehling. Die deutsche Erfolgsgeschichte in Fleimstal wurde nun jedoch von Oftebro unterbrochen.
Ergebnisse im überblick
| Platz | Athlet | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Jens Luraas Oftebro | Norwegen | |
| 2 | Johannes Lamparter | Österreich | +1.0 |
| 3 | Eero Hirvonen | Finnland | +2.5 |
| 8 | Johannes Rydzek | Deutschland | +1:09 |
| 10 | Vinzenz Geiger | Deutschland | +1:52 |
