Öfb-riese wiegele löst rekordmarke: poms lancierte 2,05-meter-keeper
Florian Wiegele ist seit Freitagabend der größte Torhüter, der jemals ein ÖFB-Trikot trug. 2,05 Meter misst der 25-Jährige, damit überragt er selbst Stefan Maierhofer (2,02 m) und Sasa Kalajdzic (2,00 m). Sein Debüt im 5:1 gegen Ghana war nur die Krönung einer Karriere, die Rene Poms vor Jahren in der Steiermark in Gang gesetzt hat.
Poms erkannte früh das potential des kolosses
„Er hatte damals schon, nicht nur aufgrund seiner großen Spannweite, überragende Fähigkeiten, auch im Spielaufbau, vor allem aber in 1:1-Situationen“, erinnert sich Poms an die Leobener Zeit. Die Spieler des DSV Leoben zitterten schon vor Abschlusstrainings, weil Wiegeles Präsenz eine mentale Wirkung entfaltete. Poms setzte den jungen Schlussmann vor den etatmäßigen Nummer-1-Keeper Zan Pelko – und erhielt recht.
Die Leihgeschichte zum GAK im Winter 2024/25 folgte demselben Muster: Poms holte seinen Schützling, um den Klub vor dem Abstieg zu bewahren. Wiegele lieferte, die Steirer blieben erstklassig. Zwischenstation Plzen lancierte den nächsten Schritt. Dank Percy van Lierop wechselte Wiegele 2024 zur Viktoria Pilsen, eigentlich als Backup für Martin Jedlicka. Seit November ist er dort Stammtorhüter.

Vergleich mit livakovic statt bloßer größenwahn
Poms, gerade bei GKS Tychy mit dem Rettungsauftrag beschäftigt, zieht den direkten Vergleich zu Dominik Livakovic, dem kroatischen WM-Drittbliebenden, den er selbst in Zagreb betreute: „Er ist ein ähnlicher Typ. Vielleicht kann er noch eine ähnliche Karriere hinlegen.“ 72 Länderspiele stehen bei Livakovic auf dem Konto; Wiegele hat gerade erst das erste hinter sich. Doch die Richtung stimmt.
Beim Gegentreffer gegen Ghana hatte der Riese keine Abwehrchance, ansonsten war es ein ruhiger Abend. Die wahre Arbeit beginnt jetzt. Mit Maierhofer und Kalajdzic hat er zwei interne Konkurrenten, die körperlich ähnlich dimensioniert sind. Der Unterschied: Wiegele steht im Tor, liest das Spiel, startet den ersten Pass. Seine Größe ist kein Gag, sondern Waffe – und Poms wusste das schon vor Jahren.
